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Wien 10., Favoriten


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Zahlen und Fakten von Favoriten

          

 

Der Name "Favoriten" stammt vom ehemaligen Lustschloss "Favorita" im 4. Bezirk, zu welchem Favoriten bis 1874 gehörte. Heute als "Theresianum" bekannt, ist der mehrfach umgebaute Prachtbau eine Mittelschule. Für sich allein wäre Favoriten, nach Wien, Graz und Linz, die 4.-größte Landeshauptstadt (31,8 Quadrat-kilometer). Auf jeden Fall ist der "10. Hieb" die Hauptstadt der Sozialdemokratie.

Geschichte zum Lustschloss La Favorita

 

 

Am Laaerberg war die Heimat der "Ziegelböhm" - bedauernswerte Lohnarbeiter aus Tschechien. In den Favoritner Ziegelwerken (Wienerberger AG.) schlug die Geburtsstunde der Arbeiterbewegung und daraus entstand die "Sozialistische Partei". Dank des in Prag geborenen Arztes und Politikers, nämlich Viktor Adlers, verbesserte sich die triste Situation der "Ziegel-Sklaven". Wer in einem der urigen Gastgärten des "Böhmischen Praters" sitzt, sollte wissen, dass dessen Geschichte mit schlichten Werkskantinen begann, in denen die sozialen Pioniere Blechmarken gegen Essbares einlösen durften.

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Nach und nach entdeckten Schausteller das äußerst bescheidene Freizeitparadies und bauten ihre Standeln auf. Nachdem viele "Ziegelböhm" auch an ihren Arbeitsplätzen wohnten (neben den Brennöfen), konnten sie sich nun in ihrer kargen Freizeit ein wenig von der harten Arbeit ablenken.
Der "Böhmische Prater" ist Naturschutzgebiet (!) und in den umgebenden Wäldern kann man jederzeit Hasen, Rehe und Fasane antreffen.

   

"Wos hätt´ ma heit denn gern? Saftige Mehrn, feste Gurken oder an knackigen Solot, den ma grod aus da Erd´n zog´n ham. Oda derf´s a frischa Spargl sein? Ollas so frisch und knackig wie Sie, gnä´Frau". Wenn diese Rufe so etwa ab fünf Uhr früh durch die "Leibnitzgasse" hallen, befindet man sich in der Nähe des "Viktualienmarktes" des "Viktor-Adler-Marktes". Im Bild die Bezirks-vorsteherin Hermine Mospointner (re.).

   

In der "Fußgängerzone" der "Favoritenstraße" gibt es auch die Möglichkeit eine kurze Pause vom Einkaufen in den verschiedenen Schanigärten zu machen. Selbst im Winter kann man sich hier bei einigen Punsch-Ständen, bei Livemusik aufwärmen.

   

Am Ende der Fußgeherzone, am "Reumannplatz", befindet sich eines der drei Bäder Favoritens, das "Amalienbad". Es wurde 1926 eröffnet und hat seinen klingenden Namen von der zwei Jahre zuvor verstorbenen  Gemeinderätin Amalie Pölzer (SPÖ). Das im Jugendstil erbaute und mit Art-déco-Elementen verzierte Bad wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und danach wieder instand gesetzt. Das ursprüngliche Gebäude des Bades besaß ein Glasdach, das sich innerhalb von drei Minuten öffnen ließ, um auch im Sommer einen vollkommenen Bade-genuss zu erlauben. In den 80er Jahren wurde es generalsaniert. Dabei wurde an Stelle des alten Kesselhauses eine zweite, moderne Schwimmhalle angebaut. Hier befindet sich auch die Magistratsabteilung 44 - Bäder als Sitz. Das seit den 20er Jahren bestehende Art-déco-Warmbecken der Damensauna, so wie das gesamte Bad, steht unter Denkmalschutz.

   

Das wohlig warme Wasser des "Thermalbads Oberlaa" entspricht in seiner Zusammensetzung der Heilquelle Oberlaa. Die 1.600 Quadratmeter  Wasserfläche, verteilt auf je zwei Innen- und Außenbecken, beinhalten acht Geysire, 50 Unterwassermassagedüsen und ein Kneipp-Rondell. Weiters stehen noch vier Saunakammern, vier Bio-Saunen mit Raumbeduftung und ein Dampfbad zur Verfügung. Abends bietet die "Liquid-Sound-Anlage (Baden in Licht und Musik - beides auch unter Wasser) Entspannung.

   

Beim "Verteilerkreis" in der Favoriten-straße befindet sich das "Laaerberg Bad". Es wurde 1959 eröffnet Das 6 Hektar große Areal am Südhang des Laaer Berges bietet mehr als 10.000 Sonnenanbetern Platz.

 

 

Niemand würde vermuten, daß diese Aufnahme in Favoriten entstand. Nämlich genau neben dem Laaerberg Bad. Dort liegt eine große Parkanlage zwischen Favoritenstraße und Endlichergasse. Nicht viele Großstädter können von sich behaupten, solch eine Oase vor der Haustüre zu haben.

   

Ein Favoritner Wahrzeichen ist der "Wasserturm" am "Wienerberg", der natürlich mit Ziegeln gebaut wurde. Unmittelbar daneben befand sich der "Eisring Süd" auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelfabrik. Leider wurde diese Freizeiteinrichtung geschlossen, doch der Kampf um die Wiedereröffnung der 2.000 Quadratmeter großen Eisfläche geht weiter. Die Favoritner wollen diese Wintereinrichtung wieder haben.

 

wird fortgesetzt

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