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Reisebericht:  TOSKANA & CINQUE TERRE

 

Anreise:
Abreise:
Wohnort:

am   24.5.2019 von Wien-Schwechat nach Florenz mit AUA
am   29.5.2019 von Florenz nach Wien-Schwechar mit AUA
Hotel ****Ambasciatori Palace, Montecatini Terme
FOTOS: Musil Gertrude

 

 PISTOIA
Von Florenz bringt uns ein Bus zu unserem Hotel. Am Weg dorthin fallen uns in der Gegend um Pistoia unzählige Gärtnereien und Baumschulen auf. Es sind ca. 2.000 Betriebe, die sich hier angesiedelt haben. Der Grund sind die klimatischen Bedingungen.
   
Der Bau der Kirche San Francesco begann im September 1289 und dauerte bis ins 14. Jh. Im Inneren kann man Reste von alten Fresken sehen.
   
MONTECATINI ALTO liegt auf dem Hügel. Unten befindet sich Montecatini Terme, ein Ort mit ca. 200 Hotels, die großteils aus der Jahrhundertwende stammen. Die Schneise, in der Mitte des Bildes, wird von einer der ältesten Standseilbahnen, der Funiculare di Montecatini Terme befahren.
   
CINQUE TERRE
Mit dem Bus fahren wir nach La Spezia und weiter mit dem Zug 4 Stationen nach Vernazza. Die Cinque Terre, die 5 Küstendörfer, liegen bereits in der Region Ligurien. Diese beginnt in La Spezia.
   
VERNAZZA
Hier steigen wir aus dem Zug aus und schlendern durch den Ort mit seinen bunten Häusern. Vernazza ist eines der noch erhaltenen Fischerdörfer an der italienischen Riviera. Es wurde um das Jahr 1000 gegründet. Das Kastell Doria an der Spitze des Felsvorsprunges stammt aus dem 11. Jh., die  Kirche Santa Margherita d´Antiochia (links im Bild) wurde in der ersten Hälfte des 13. Jh. erbaut.

   
Wir fahren eine Station weiter ins 5. Dorf der Cinque Terre. Der Bahnhof von Vernazza liegt sehr interessant, denn der Zuganfang und das Zugende befindet sich bereits im Tunnel.
   
MONTEROSSO AL MARE (1)
ist der größte Ort der Cinque Terre und ist zweigeteilt. Die kleine Altstadt ist vom neueren Viertel Fegina durch einen ins Meer ragenden Felsen getrennt, auf dem sich der markante Wachturm Torre Aurora aus dem 16. Jh. erhebt (linker Bildrand). Durch den Felsen führt ein rund 100 m langer Fußgängertunnel. Von hier aus fahren wir mit dem Schiff zurück.
   
Der kleine Felsvorsprung ist für die wenigen hier Badenden natürlich ein Anziehungspunkt.
   
VERNAZZA (2)
diesmal vom Meer aus gesehen. Von hier ergibt sich ein schöneres Bild. Allerdings sind sämtliche 5 Orte auf Prospekten und auch im Internet nachbearbeitet. Die bunten Farben der Häuser sind in Wirklichkeit NICHT so grell.
   
CORNIGLIA (3)
ist das einzige der 5 Dörfer, das nicht direkt am Meer liegt, sondern auf einem Bergvorsprung in etwa 100 m Höhe, umgeben von drei großen Weinbergflächen und einer steilen Klippe zum Meer.
   
MANOROLA (4)
Hier spricht man einen örtlichen Dialekt, nämlich "manarolesisch", der sich von den Dialekten nahegelegener Orte unterscheidet. Traditionell wird in Manarola Wein hergestellt und Fischfang betrieben. Der lokale Wein wird Sciacchetra genannt.
   
RIOMAGGIORE (5)
Auch hier liegt der Bahnhof weitgehend im Tunnel, nur etwa zwei Wagenlängen befinden sich unter freiem Himmel. Der Ortskern wird mittels eines in den Eisenbahntunnel verlaufenden Fußpfades angebunden.
   
PORTOVENERE
Hier steigen wir aus und nach einem köstlichen Gelati geht es mit einer großen Personenfähre weiter nach La Spezia.
   
Der Turm von San Giovanni Battista oder Torre Scuola ist ein Militärgebäude, das 1606 von der Republik Genua auf einer kleinen Insel gleich hinter der Insel Palmaria im Golf von La Spezia erbaut wurde.
   
LA SPEZIA
Am Beginn der Hafeneinfahrt von La Spezia liegen die Schiffe der Oligarchen. Im Containerhafen beeindrucken die Container, beladen mit Steinplatten und -quadern aus Carrara-Marmor.
   
FLORENZ
Von Montecatini Terme fahren wir mit dem Zug nach Florenz. Hinter dem Bahnhof Santa Maria Novella liegt auf der gleichnamigen Piazza die gleichnamige Basilika. Es ist eine gotische Kirche und Klosteranlage, deren Baubeginn 1279 war.
   
An der Außenwand des Palazzo Antinori befindet sich ein Weinloch, eine sogenannte Buchetta del Vino. Hier wurde im 17. Jh. Wein direkt auf der Straße verkauft. Im Inneren befindet sich der Weinkeller oder das Lager. Man verkaufte in Flaschen oder in Krügen.
   
Dieses Gebäude unterlag einer interessanten Wandlung. Orsanmichele aus dem 14. Jh., das an der Stelle des ehemaligen "Oratorio" (Beetsaals) von S. Michele in orto als Getreidespeicher entstand, wurde Dank der Freigebigkeit der Zünfte (runde Zunftzeichen an der Außenwand) zur Kultstätte und Demonstration der Bürgertugend.
   
Der Innenraum von Sanmichele erscheint den Besuchern heute wie ein Museum. Zwischen dem 14. und 16. Jh. wurde es mit Skulpturen und Malereien höchsten Niveaus ausgeschmückt. Nichts erinnert mehr an einen Getreidespeicher.
   
Der Palazzo Vecchio stellte als Sitz des Stadtparlaments den Mittelpunkt der weltlichen Macht in Florenz des 14. Jh. dar. Er hieß ursprünglich Palazzo della Signoria, bis die Verwaltung unter Herzog Cosimo I. aus dem Haus Medici in die Ufficien umzog. Heute dient der Palazzo Vecchio als Rathaus von Florenz. Mit dem Bau des majestätischen Gebäudes wurde 1299 begonnen, sechs Jahre nachdem die Zünfte die Macht übernommen hatten. Der Turm prägt mit seiner markanten Form die Silhouette der Stadt entscheidend mit. Er hat eine Höhe von 94 Meter und wird zu Ehren des Erbauers "Arnolfo-Turm" genannt. Er hängt in Richtung Piazza della Signoria ca. 1 Meter über.
   
Rechts neben dem Palazzo Vecchio befindet sich die Loggia dei Lanzi (auch Loggia della Signoria genannt). Der Arkadenbau wurde zwischen 1376 und 1382 im gotischen Stil erbaut. Der Bau diente ursprünglich Kundgebungen und Empfängen der Republik Florenz und wurde später nach den im 16. Jh. hier untergebrachten Landsknechten Cosimo I. de´ Medicis benannt. Heute befinden sich vor allem Skulpturen aus der römischen Antike und der Florentiner Spätrenaissance in der Loggia.
   
Vor dem Hauptportal des Palazzo Vecchio, dem Löwentor, stehen als "Torwächter" eine Kopie von Michelangelos David und Baccio Bandinellis Herkules und Cacus.
   
Die Fresken an den Wänden des Innenhofes des Palazzo Vecchio zeigen Städte der Habsburgermonarchie, die im Jahre 1565 für die Hochzeitsfeier von Francesco I. de´ Medici, den ältesten Sohn von Cosimo I. de´ Medici, mit Erzherzogin Johanna von Österreich, der Schwester von Kaiser Maximilian II. angefertigt wurden. Unter den dargestellten Städten befinden sich: Graz, Innsbruck, Linz, Wien, Hall i.T., Freiburg/Breisgau, Konstanz.
   

Die Uffizien sind ein von 1559 bis etwa 1581 ursprünglich für die Unterbringung von Ministerien und Ämtern errichteter Gebäudekomplex. Im Gebäude befindet sich seit ihren Anfängen um 1580 die Kunstsammlung "Galleria degli Uffici" mit Werken der Malerei und Bildhauerei von der Antike bis zum Spätbarock. Sie gelten als eines der bekanntesten Kunstmuseen der Welt und waren von Anfang an öffentlich zugänglich.
   
Der Ponte Vecchio ist die älteste Brücke über den Arno und die älteste Segmentbogenbrücke der Welt. Nachdem 1333 ein Hochwasser eine an derselben Stelle stehende Holzbrücke zerstört hatte, wurde in zwölfjähriger Bauzeit die heutige Brücke aus Stein errichtet. Ursprünglich waren auf der Brücke hauptsächlich Schlachter und Gerber ansässig. Die Schlachter warfen ihre stinkenden Abfälle in den Arno, die Gerber wuschen ihre Häute, die zuvor mit Pferdeurin gegerbt wurden. 1565 wurden diese jedoch per Dekret von Cosimo I. de´  Medici durch Goldschmiede ersetzt, da diese keinen Abfall produzieren. Noch heute befinden sich Juweliere und kleine Läden auf der Brücke.
   
Die Kathedrale Santa Maria del Fiore wurde am 24. März 1436 von Papst Eugen IV. geweiht. Das Kirchenschiff fasst ca. 30.000 Personen. Der Campanile sollte ursprünglich unter Giotto 110-115 Meter hoch werden. Nach Giottos Tod wurde der Turm bei einer Höhe von 85 Meter fertiggestellt. Da der Dom gratis zu besichtigen ist, reicht die Schlange der Wartenden oft rund um den Dom (fast 400 m !).
   
PISA
Die originale Stadtmauer wurde aus Platzgründen im 20. Jh. geschliffen. Es gibt noch einen kleinen Rest, den man entlang geht, bis man zur Porta Santa Maria gelangt. Durchschreitet man dieses Tor gelangt man auf die Piazza del Miraculi, dem Platz der Wunder.
   




Hier stehen drei Gebäude hintereinander. Das erste ist das Baptisterium, die Taufkirche. Sie ist die größte Taufkirche in der christlichen Geschichte. Sie ist insgesamt 54 Meter hoch und hat einen Umfang von 107 Meter. Das freistehende Gebäude wurde 1152 als Ergänzung zum Dom im romanischen Stil erbaut.



Echo
   



In der Mitte der Kirche steht das 1246 geschaffene achteckige Taufbecken. 1929 wurde eine Statue von Johannes dem Täufer hinzugefügt. Das Baptisterium hat durch seine zylindrische Bauweise ein besonderes Echoverhalten. Gelegentlich stimmt einer der Wächter mehrere verschiedene Gesangstöne an, die in Kombination miteinander durch das Echo im Gebäude zu einem Klangerlebnis werden.


   
Das zweite Gebäude ist der Dom Santa Maria Assunta. Der Bau begann 1063 auf dem Schwemmboden vor der alten Stadtmauer. Die Bauzeit betrug über 200 Jahre und schon 1118 wurde das unfertige Gebäude von Papst Gelasius II. eingeweiht. Das Baumaterial ist Carrara-Marmor. Am linken Bildrand ist der Camposanto Monumentale, die Begräbnishalle und der dahinterliegende Friedhof zu sehen.
   
Das Innere der Kathedrale ist mit weißem und schwarzem Marmor bedeckt und hat eine vergoldete Holzdecke. Zwischen dem Hauptschiff und dem Querschiff gibt es eine Holzkuppel, unter welcher der Legende nach Galileo Galilei seine "Theorie über den Isochronismus des Pendels" formulierte, nachdem er die Schwingungen der Hängeleuchte für Weihrauch betrachtet hatte, die von der Decke des Kirchenschiffs herabhing. Die Hängeleuchte ist heute noch vorhanden und wird als "Galileo Lampe" bezeichnet. Sie hängt aber jetzt am Friedhof.
   
Das dritte Gebäude ist der freistehende Schiefe Turm, der Campanile des Doms. 12 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 9. Aug. 1173, im Jahr 1185 als der Bau bei der dritten Etage angelangt war, begann sich der Turmstumpf zu neigen. Daraufhin ruhte der Bau rund 100 Jahre. Die nächsten vier Stockwerke wurden dann mit einem geringeren Neigungswinkel als dem bereits bestehenden gebaut um die Schieflage auszugleichen. Danach mußte der Bau nochmals unterbrochen werden, bis 1372 auch die Glockenstube vollendet war. Am 7. Jänner 1990 mußte der 14.500 Tonnen schwere Turm wieder gesperrt werden. Nach 13-jährigen Sanierungsmaßnahmen, bei denen der Turm wieder um 44 cm aufgerichtet wurde, ist er seit Dezember 2001 wieder geöffnet. Die Schieflage des Turm beträgt nach Ende der Sanierungsarbeiten rund 4 Grad, entsprechend einer Auslenkung an der Spitze von 3,9 m. Der 55 m hohe und 12 m durchmessende Turm wurde aus weißem Carrara-Marmor gebaut und hat 7 Glocken.
   

Im Inneren des Turms hängt ein Pendel, welches oben in der Mitte befestigt ist, durch die Schieflage unten allerdings beinahe die Seitenwand berührt. Der Legende nach hat der aus Pisa stammende Galileo Galilei bei Fallversuchen vom Turm die Fallgesetze entdeckt.
   


Die Piazza dei Cavalieri (Ritterplatz) beherbergt heute die mit einer Sgraffito-Fassade versehene Eliteuniversität Scuola Normale Superiore di Psa. Gegründet hat diese Napoleon, das Haus ist der Palazzo Carovana.
   
LUCCA
wird von einer 4 km langen Stadtmauer umgeben, auf der man herrlich flanieren kann. Wir betreten die Altstadt durch den Porta San Pietro.
   
San Michele in Foro ist die zweite bedeutende Kirche in Lucca. Sie wurde im 12. Jh gebaut, war ursprünglich höher geplant, was man an der vorderen Fassade erkennen kann.
   

Gegenüber der Kirche auf der Piazza San Michele befindet sich im Renaissancestil eine Loggia im Palazzo Pretorio, die während des 16. Jh. erbaut wurde. Sie wurde ursprünglich im Jahre 1370 als Tribunal oder Halle der Justiz für die Podesta errichtet.
   


Vor dem Geburtshaus des italienischen Komponisten Puccini steht sein Denkmal. Geboren am 22.12.1858 in Lucca, gestorben am 29.11.1924 in Brüssel. Vollständiger Name: Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccini.
   
Die Kirche San Frediano (1118-1147), deren Langhausmauern um 3,30 m erhöht wurden, weshalb nun auch die Fassade nach oben gezogen werden mußte. So entstand ein merkwürdiger Aufbau auf dem unteren Fassadenteil, der mit einem Mosaik der "Himmelfahrt Christi" versehen wurde.
   

1830 wurde die heutige Piazza dell´ Amfiteatro rekonstruiert und stimmt mit dem Innenraum des römischen Amphitheaters überein. Sie wurde damals gebaut, um während der ersten beiden Jahrhunderte über 10.000 Zuschauer aufnehmen zu können. Die inneren Mauern werden heute für Geschäfte genutzt. An der Außenseite sieht man noch einige Originalteile des römischen Amphitheaters.
   
Die Kathedrale San Michele wurde im ausgehenden 12. Jh. (1196-1204) gebaut und liegt in direkter Nähe zur südlichen Stadtmauer am Domplatz. Bei den Säulen wurde auf eine nicht einheitliche Gestaltung Wert gelegt.
   
Das Stadttheater Giglio am gleichnamigen Platz ist ein historisches Theater aus dem 17. Jh. Zuvor hieß es Öffentliches Theater, danach Nationaltheater. Erst 1817, zu Ehren der Bourbonen-Dynastie erhielt es seinen heutigen Namen. Es ist eines der ältesten öffentlichen Theater Italiens.
   
SIENA
in der Bildmitte der Dom.
   
Im Dom Santa Maria Assunta ist eine Reliquie der Schutzheiligen von Siena, nämlich der rechte Daumen der heiligen Katharina ausgestellt.
 

Der Bau des Doms von Siena entstand aus einer dreischiffigen romanischen Basilika am Anfang des 13. Jh., ist ein Ziegelbau, der mit dunkelgrünem und weißem Marmor verblendet wurde. Die Arbeiten an der Fassade begannen 1284, einem der wenigen gesicherten Daten der Baugeschichte.
   
Im Bild die Fassade des unvollendeten Duomo Nuovo (oben stehen Leute), damit wollte man den Dom vergrößern. Die Pest von 1348. eine Wirtschaftskrise, statische und Baugrundprobleme führten zur Einstellung aller Arbeiten.
   
Der Palazzo Pubblico mit dem Torre del Magnia auf der Piazze del Campo sind die Hauptwahrzeichen der Stadt. Der Turm wurde zwischen 1338 und 1348 erbaut und war mit seinen 102 m einer der höchsten Türme im mittelalterlichen Italien. Der Bau des Palazzo Pubblico begann 1297 als Sitz der republikanischen Regierung, der Podesta und des Konzils der Neun.
   
Auf der Piazza del Campo befindet sich ein rechteckiger Brunnen, die Fonte Gaia, der zwischen 1409 und 1419 geschaffen wurde. Es war ein wichtiger Schritt für die Wasserversorgung der Stadt, die auf mehreren Hügeln liegt.
   

Am 2. Juli und am 16. August findet hier auf dem Campo der Palio statt. Ein Pferderennen, bei dem Reiter aus den 17 Stadtteilen gegeneinander antreten. Man reitet 3 Runden (á 330 Meter) um den Platz. Auf Grund der Unebenheit des Platzes sind Stürze nicht ausgeschlossen. Der schnellste Stadtteil gewinnt. Es ist das größte Fest sienischer Tradition.