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Reisebericht:  ROM

 

Anreise:
Abreise:
Wohnort:

am  16.11.2013 von Wien-Schwechat nach Rom-Fiumicino mit Air Berlin
am  20.11.2013 von Rom-Fiumicino nach Wien-Schwechat mit Air Berlin
**** Hotel Caravel
KAMERA: Gertrude Musil



 

San Paolo fuori le Mura, St. Paul vor den Mauern, heißt so, weil sich die Basilika bei ihrer Fertigstellung 324 durch Kaiser Konstantin vor der Aurelianischen Stadtmauer befand. Sie befindet sich zwar in Rom, doch steht sie auf exterritorialem Gebiet des Vatikans. Der heutige Bau ist eine Rekonstruktion, da die Basilika 1823 bei Renovierungsarbeiten niederbrannte. Man wagte es damals auch nicht, den im Sterben liegenden Papst Pius VII. davon in Kenntnis zu setzen. Die Kirche wurde über dem vermeintlichen Grab des Apostels Paulus errichtet und beherbergt seit Papst Gregor dem Großen (540-604) eine Benediktinerabtei.


Das Innere der Basilika ist zwar schlicht, aber dennoch faszinierend. Über dem Säulengang befindet sich ein Band mit den Medaillons sämtlicher Päpste. Einer Legende nach kommt Christus wieder wenn kein Platz mehr frei ist. Noch sind 25 Plätze frei. Auf dem Bild erkennt man ganz vorne den Baldachin, unter dem sich das vermeintliche Grab Paulus befindet. Dieser wurde angeblich im Jahr 67 als römischer Bürger vor der Stadt enthauptet.


Das Theater des Marcellus wurde unter Kaiser Augustus 23 v. Chr. für seinen 10 Jahre zuvor verstorbenen Neffen und designierten Nachfolger Marcellus erbaut und wird heute noch als Wohnhaus genutzt. Es diente als Vorlage für den Bau des Kolosseums und fasste damals als größtes Theater der Stadt 10.000-15.000 Menschen. Der 33 Meter hohe Bau wurde aus römischem Travertin gefertigt.

An der linken Seite der Säulenvorhalle der Kirche Santa Maria in Cosmedin befindet sich ein scheibenförmiges Relief, vermutlich ein Kanaldeckel mit 3 Öffnungen (Augen und Mund), die Bocca della Verita, (Mund der Wahrheit). Dabei besagt eine Legende, daß jedem Lügner, der die Finger in den Mund hält, die Finger abgebissen werden.

 

In der Senke zwichen Aventin- und Palatinhügel befand sich einst der Circus Maximus mit einem Fassungsvermögen in der Spätantike von 385.000 Menschen. Diese vergnügten sich vom 4. Jh. v. Chr. bis ins Jahr 549 n. Chr. auf dem 600 Meter langen und 140 Meter breiten Gelände hauptsächlich bei Wagenrennen, aber auch bei Leichtathletik-Wettkämpfen, Tierhatzen und Gladiatorspielen.

 

 Die Caracalla-Thermen wurden wahrscheinlich im Jahre 206 unter Septimius Severus begonnen und 216 unter Kaiser Caracalla fertiggestellt. Sie fasste mehr als 1.600 Badegäste und wird zur Zeit renoviert.

 

Auf der Südseite der Piazza Venezia, zu Füßen des Kapitolhügels, befindet sich das Nationaldenkmal Roms. Es ist der zur Neugründung Italiens unter dem ersten König Vittorio Emanuele II. (1861-1878) errichtete Monumentalbau, der bei den Römern gar nicht so beliebt ist und daher mit 3 Scherznamen bedacht wurde: "Schreibmaschine", "Hochzeitstortenstück" oder "strahlend weißes Gebiss"


Steigt man von der Piazza Venezia die von Michelangelo geschaffene sanfte Treppe (Cordonata) hoch, vorbei an den Statuen Castor und Pollux, kommt man auf den ebenfalls von Michelangelo geschaffenen trapezförmigen Platz (Piazza Campidoglio), in dem ein Sternenmuster aus weißem Marmor eingelassen ist und in dessen Mitte sich eine Kopie des Reiterstandbildes Marc Aurels befindet. Dahinter der Palazzo Senatorio, in dem der Bürgermeister sein Amt hat.

 

Der Trevi-Brunnen ist der populärste und mit rund 26 Meter Höhe und rund 50 Meter Breite größte Brunnen Roms und einer der bekanntesten Brunnen der Welt. Er wurde 1732 bis 1762 vor der Fassade des Palazzo Poli erbaut. Er ist einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms, wozu auch 1962 Anita Eckberg durch ihr nächtliches Bad in dem Brunnen beitrug. Achtung: hier ist neben der Spanischen Treppe, auf Grund der Menschenmassen, ein Zentrum der Taschendiebe!


Die Spanische Treppe ist hier auf diesem Bild kaum zu erkennen. Auch hier Menschenmassen. In unmittelbarer Nähe befindet sich die spanische Botschaft, die der Treppe ihren Namen verdankt. Der Bau der Treppe geht auf die städtebaulichen Ambitionen des Papstes Innocent XIII. zurück, den der wild bewachsene Abhang von der Kirche Trinitá dei Monti zur Piazza di Spagna missfiel.

 

Das unter Kaiser Hadrian etwa 119 bis 125 n.Chr. fertiggestellte Pantheon besaß für mehr als 1700 Jahre die größte Kuppel der Welt, gemessen am Innendurchmesser. Es war ursprünglich allen Göttern Roms geweiht und ist seit 13. Mai 609 eine katholische Kirche. Vor dem Pantheon liegt die Piazza della Rotonda mit dem ägyptischen Obilisken von Ramses II. Die Gestaltung des Platzes gab Papst Clemens XI. in Auftrag.

 

Ab der Renaissance wurde das Pantheon zusehends als Grabeskirche verwendet. Bedeutende Künstlerpersönlichkeiten wurden hier begraben. Der berühmteste unter ihnen ist unter dieser Madonna bestattet. Es ist der Maler Raffael (1483-1520).

 

Die Piazza Navona befindet sich an der Stelle, an der Kaiser Domitian ein Stadion für Wagenrennen errichten ließ. Die umgebenden Gebäude sind auf den Fundamenten der ehemaligen Tribünen errichtet. Um 1500 nutzte man den Platz, für Stierkämpfe und im 18. Jh. überflutete man den Platz, um Bootsfahrten durchzuführen. In der Mitte des Platzes befindet sich der Vierströmebrunnen (Fontana dei Quattro Fiumi), der von Papst Innozenz X. in Auftrag gegeben und von Bernini gebaut wurde. 4 Statuen an den Ecken symbolisieren die Flüsse: Rio de la Plata, Ganges, Nil und Donau. Oben auf dem Brunnen steht ein Obelisk eines ägyptischen Isis-Tempels.

 

Die Basilika San Giovanni in Laterano. Der Laterano ist ein Bereich in Rom, der seit Konstantin I. der offizielle Sitz der Päpste ist. Auch diese Basilika befindet sich auf exterritorialem Gebiet des Vatikans. Das Grundstück wurde nach den ehemaligen Eigentümern benannt, der Familie Laterani, Nero konfiszierte das Grundstück im Jahr 60. Von welchem Zeitpunkt an der Lateran die Residenz der römischen Bischöfe war, ist in der Forschung bis heute umstritten.

 

In der Lateranbasilika fanden unter Papst Benedikt XVI. die zu Ostern stattfindenden Fußwaschungen statt. Hier sind folgende Päpste beigesetzt: Martin V., Klemens XII., Sergius III., Silvester II., Sergius IV., Alexander III. und Leo XIII.. Die Gräber zahlreicher anderer Päpste sind verloren gegangen.
   
Zu der Kapelle Sancta Sanctorium im ersten Stock führt die Heilige Treppe, die in Gedenken an die Leiden Christi von den Gläubigen nur kniend zurück gelegt wird. Der Überlieferung nach stammt die Treppe aus dem Palast des römischen Stadthalters von Judäa Pontius Pilatus. Jesus wurde von den Behörden hier unnötigerweise hin und her geschickt, wodurch der Ausspruch "von Pontius zu Pilatus gehen" stammt. Nach der Verurteilung wusch sich Pontius Pilatus seine Hände, wodurch wiederum der Ausspruch "seine Hände in Unschuld waschen" stammt.
   

Santa Maria Maggiore. Auch diese Basilika befindet sich auf exterritorialem vatikanischen Gebiet. Sie stammt aus der ersten Hälfte des 5. Jh. unter Papst Sixtus III.. Die linke große Seitenkapelle, die Capella Borghesa, stammt aus der Zeit des Borghese-Papstes Paul V. und gilt als prunkvollste Privatkapelle aller römischen Kirchen.

 
Im Inneren der Basilika ersetzen die große linke und rechte Seitenkapelle das ursprünglich nicht vorgesehene Querschiff. Hier wurden folgende Päpste beigesetzt: Nikolaus IV., Pius V., Sixtus V., Clemens VIII., Paul V. und Clemens IX.. Das Grabmal von Honorius III. (1216-1227) wurde im Zuge von Umbauarbeiten späterer Jahrhunderte zerstört und ist heute nicht mehr zu finden. Auch Giovanni Lorenzo Bernini fand hier seine letzte Ruhestätte.
   
Castell Gandolfo liegt 24 Kilometer südöstlich von Rom, 130 Meter über dem Albaner See, einem ehemaligen Krater. An der Südseite des Sees befindet sich der Monte Cavo, auf dessen Kamm sich unzählige militärische Antennen befinden. Unter anderem kann hier die NSA auch das Handy des Papstes bequem abhören. Im Bild die Sternwarte des Castells und die bescheidene Pfarrkirche San Tommaso da Villanova auf der Piazza della Liberta.
   
Das ist die Sommerresidenz des Papstes, davor die Piazza della Liberta. Ursprünglich von Kaiser Domitian erbaut, war es später der Adelssitz der Familie Gandolfi und dann der Savelli. Die Residenz wurde von Papst Clemens VIII. 1596 beschlagnahmt und unter Urban VIII. 1624-1629 zum Papstpalast umgebaut.
   
Die Villa Aldobrandini in Frascati zählt zu den berühmtesten Villen der Region Latium. Das Grundstück und die Villa sind ein Geschenk Papst Clemens VIII. an seinen Neffen Kardinal Pietro Aldobrandini. Die Villa liegt an einem steilen Hügel und mit dem Bau wurde 1598 begonnen. Auf Grund der unzähligen Wasserspiele im Garten verbrauchte die Villa Aldobrandini den Großteil des Wassers der Region.
   
Das Kolosseum ist das größte der im antiken Rom erbauten Amphitheater. Zwischen 72 und 80 n.Chr. erbaut, gibt es ein Zeugnis für die hochstehende Baukunst der alten Römer. Um 72, nach dem Sturz Neros, begann Vespasian mit dem Bau. Nach einer neueren Rekonstruktion der Bauinschrift wurde seine Errichtung aus der Beute des jüdischen Krieges finanziert, unter anderem mit dem im Jahre 70 geplünderten Goldschatz des Tempels von Jerusalem.
Der Doppeltempel der Venus und der Roma wurde 121 n.Chr. unter Hadrian begonnen und erst unter seinem Nachfolger Antonius Pius vollendet. Die dem Kolosseum zugewandte Seite wurde der Venuskult praktiziert, die dem Forum Romanum zugewandte Seite war der Stadtgöttin Roma geweiht.
   
Der Titusbogen ist der älteste erhaltene Triumphbogen der antiken Stadt. Er wurde Ende des ersten Jahrhunderts zu Ehren des Kaisers Titus für dessen Sieg über die Aufständischen in Judäa und die Eroberung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. gestiftet.
   
Die Maxentiosbasiika wurde 307 bis 313 auf einer Fläche von 70 x 100 Metern erbaut. Kaiser Maxentius wollte keine traditionelle Säulenbasilika, sondern er orientierte sich an großen Thermenhallen wie beispielsweise die Diokletianthermen. Er ließ diese Basilika als monumentale Empfangshalle errichten. Der Kaiser selbst erlebte die Fertigstellung seiner Basilika nicht mehr, da er 312 in der Schlacht an der Milvischen Brücke fiel, in der er seinem Rivalen Konstantin I. unterlag.
   
Der Tempel des Antonius und der Faustina. Kaiser Antoninus Pius ließ den Tempel im Jahr 141 n. Chr. für seine verstorbene und vergöttlichte Frau Faustina erbauen. Nach seinem Tod 161 wurde der Tempel auch ihm gewidmet. Die Fassade des Tempels wird von sechs 17 Meter hohen Marmorsäulen dominiert, jeweils 2 Säulen stehen an den Seiten. 1601 wurde die Barockfassade von San Lorenzo in Miranda gesetzt, wodurch der Tempel erhalten blieb.
   
Vom Tempel von Castor und Pollux sind nur mehr die drei Marmorsäulen erhalten. Der Überlieferung zufolge verhalfen die Dioskuren Castor und Pollux, sie waren die Söhne des Zeus, den Römern bei der Schlacht am Regillus-See 499 v. Chr. zum Sieg. Aus Dank hatten die Römer diesen, heute ältesten Tempel im Forum Romanum, errichtet.
Die Trajansäule ist die Siegessäule des Kaisers Trajan und stellt Kriegsszenen über die Daker von 101, 102, 105 und 106 dar. Die Szenen sind spiralförmig angeordnet und ergeben insgesamt eine Länge von 200 Metern. Insgesamt sind 2.500 menschliche Figuren in einer Größe von 60-75 cm abgebildet. Den Kaiser selbst kann man rund 60 mal identifizieren. Man findet auch eine Darstellung der Donau-Überquerung und die Tötung des Dakerkönigs Decebalas. Oben auf der Plattform der Säule befand sich einst eine kollosale vergoldete Statue des Kaisers. Diese ging im Mittelalter verloren und wurde unter Papst Sixtus V. 1587 durch eine Statue des Apostels Petrus ersetzt.

Siehe auch Flussreise Donau: Serbien:
Drobeta, Trajan-Tafel, Dakerkönig Decebalus
   
Der Pinienhof ist ein Innenhof des Palazzo Belvedere im Vatikan. Der Platz entstand 1585 bis 1590 im Auftrag von Papst Sixtus VI. (1521-1590) im Zuge des Neubaus der Vatikanischen Bibliothek. Der Name geht auf "La Pigna" zurück, einer 4 Meter hohen Bronzeskulptur. Die Herkunft des Kunstwerkes ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Einer Theorie zufolge krönte die Bronzeplastik einst die Kuppel des Pantheons.
 
Zwei wichtige Kunstwerke im Statuenhof des Vatikanischen Museums sind der Apollo von Belvedere, eine Marmorskulptur aus dem 15. Jh. und die Laokoon-Gruppe, die Darstellung des Todeskampfs Laokoon und seiner Söhne. Es ist eine Marmorkopie von 1506, die in den Weinbergen nahe den Ruinen des Goldenen Hauses Neros auf dem Esquilin in Rom wiedergefunden wurde.
    
Die Porphyrschale im Vatikanischen Museum ist die größte Steinschale der Antike, hat einen Umfang von knapp 15 Meter und wurde aus einem Stück gefertigt. Sie stammt aus Neros Goldenem Haus. Papst Clemens IX. (1600-1669) ließ sie aus der Villa von Papst Julius III. in den Vatikan transportieren und dort provisorisch aufstellen. Heute steht sie in der Sala Rotunda, wo sie auf einer Bronzeauflage mit vier Löwenfüßen ruht.
   
In der Gobelin-Galerie findet man flämische Gobelins aus Brüssel aus der Werkstatt Pietre van Aelst zur Zeit Klemens VII. (1523-1534) von Schülern Raffaels. Zum ersten Mal wurden sie in der Sixtinischen Kapelle 1531 angebracht und dann 1838 zur Ausstellung in diese Galerie verlegt.
   
In dem über 100 Meter langen Korridor, der Galerie der Landkarten, sind Landkarten aus verschiedenen Regionen Italiens ausgestellt. Gregor XIII. war ein gebildeter Papst aus Bologna und ließ diese Galerie von seinem Geographen Ignatio Danti anlegen.
Die Decke der Galerie der Landkarten wurde auf Geheiß Pius V. von Giorgio Vasari und Federico Zuccai mit Fresken ausgestattet. Da bleibt einen der Mund offen...
Fotografieren, Filmen und lautes Sprechen ist in der Sixtinischen Kapelle verboten ! Daher gibt es von dort keine Bilder.
Die volle Bezeichnung für den Petersdom ist: "Basilica Papale di San Pietro in Vaticano". Er fasst 20.000 Menschen und ist mit einer überbauten Fläche von 15.160 Quadratmetern eines der größten Kirchengebäude der Welt. Den Vorgängerbau, auch Alt-St. Peter genannt, ließ Konstantin der Große um 324 als Grabeskirche über dem vermuteten Grab des Apostels Simon Petrus errichten, dem sie geweiht war. Papst Julius II. befand, daß das 1200 Jahre alte Gotteshaus kein angemessener Platz für das Grabmal Petrus sei und gab eine Erweiterung des Baus in Auftrag. Da dieser jedoch an vielen Stellen eisturzgefährdet war, entschied man sich für einen kompletten Neubau. 1506 war Grundsteinlegung.
    
Die ersten Zeichnungen und Modelle für die Pietá wurden von Michelangelo vermutlich bereits im Sommer 1497 angefertigt. Die Arbeit am Carrara Marmor begann 1498, die Fertigstellung war vermutlich 1499 oder 1500. Michelangelo erhielt für sein Werk 450 Golddukaten, das entspräche heute 50.000 Euro. Zu bewundern ist die Pietá in der ersten rechten Seitenkapelle des Petersdoms hinter Panzerglas, da 1972 ein geistesgestörter religiöser Fanatiker mit einem Hammer das Kunstwerk beschädigte.
   
In der Vierung, unterhalb der Kuppel befindet sich der Papstaltar mit Berninis Bronzebaldachin, der 1624 bis 1633 entstand. Darunter liegt die Confessio, gemäß einer Überlieferung das Grab des heiligen Petrus.
   


Die doppelschalige Kuppel der Basilika ist das größte freitragende Ziegelbauwerk der Welt. Sie hat einen Durchmesser von 42,34 Meter (86 cm weniger als das Pantheon, ist aber mit 43,20 Meter höher) und wird von vier fünfeckigen Pfeilern mit einer großen Diagonale von je 24 Metern getragen.


Mit einem Lift kommt man auf die Dachterrasse, von der man einen schönen Blick ins Innere des Doms, nur leicht getrübt von einem engmaschigen Gitter, hat. Rund um die Kuppelbasis stehen die lateinischen Worte: TU ES PETRUS ET SUPER HANC PETRAM AEDIFICABO ECCLESIAM MEAM ET TIBI DABO CLAVES REGNI CAELORUM. (Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und dir werde ich die Schlüssel zum Himmelreich geben.)


Auf der Dachterrasse wundert man sich über die riesigen Figuren der 12 Apostel, die von unten viel kleiner erscheinen. Doch hier oben gibt es neben einem Souvenirladen auch ein kleines Cafe und ein Postamt.


Überwindet man die restlichen 320 Stufen - bei den letzten geht man schon schnaufend und auf Grund der Kuppelwölbung seitlich geneigt - und hat sich einen freien Platz für ein Foto auf der Laterne erkämpft, genießt man den schönsten Ausblick über Rom in alle Richtungen.


Das ist zum Beispiel der Blick auf den Petersplatz mit dem Obelisk und die Engelsburg. Der Vatikan ist mit der Engelsburg durch den 800 Meter langen Pasetto di Borgo verbunden. Es ist ein Fluchtweg in einer Mauer.


Die Päpstliche Schweizergarde ist das einzige verbliebene päpstliche Armeecorps in Waffen. Sie sichert den apostolischen Palast, die Zugänge zur Vatikanstadt, den Eingang des Castel Gandolfo und ist für die persönliche Sicherheit des Papstes verantwortlich. Die Kommandosprache der Garde ist Deutsch und Italienisch. Das Corps wurde 1506 durch Papst Julius II. gegründet. Neben der sichtbaren Bewaffnung (Hellebarde und Schwert) steht der Schweizergarde aber auch modernes Gerät zur Verfügung.


Der Petersplatz wurde von Gian Lorenzo Bernini zwischen 1656 und 1667 unter Papst Alexander VII. (1655-1667) in einer elliptischen Form vor dem Petersdom angelegt. Er ist Territorium des Vatikans, die Staatsgrenze bilden die Kolonaden. Diese sollen die Gläubigen auf dem Platz in ihre Arme nehmen. Auf der Brüstung stehen 140 Heiligenstatuen.


Das ist der Petersplatz bei einer Generalaudienz des Papstes, nachdem einige Tropfen vom Himmel fielen. Ein buntes Bild von Regenschirmen und Menschen aller Nationen. Jeden Mittwoch gibt es eine Generalaudienz, für die man eine Einladung braucht. Bevor der Papst erscheint, werden alle Gruppen in ihrer Landessprache begrüßt (wir waren die "Pilgergruppe aus Wien"). Der Platz fasst ca. 100.000 Menschen, man sagte, hier waren an diesem Tag ca. 60.000.


 Papst Franziskus fährt mit dem Papamobil auf abgegrenzten Wegen durch die Menschenmassen auf dem Petersplatz, hat immer ein Lachen im Gesicht und hält sofort an, wenn ihm ein Kleinkind entgegengehalten wird um es auf die Stirn zu küssen. Er blieb auch bei Schwerstbehinderten stehen und um mit einem älteren Mann sein Pileolus (Käppi) zu tauschen.


Von der Engelsbrücke zur Engelsburg. Die Engelsburg wurde ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Hadrian (76-138) und seine Nachfolger erbaut und später von verschiedenen Päpsten zur Burg umgebaut. Ab 1901 wurde das Gebäude nicht mehr als Burg verwendet, ab 1906 ist es ein Museum. Ab dem 10. Jh. war die Engelsburg im Besitz der Päpste und diente bei Gefahr als Zufluchtsort. 1277 ließ Papst Nikolaus III. den 800 Meter langen Passetto di Borgo, den oberirdischen, in eine Mauer integrierten Verbindungsgang zum Palazzo Vaticano bauen.
Etliche Treppen und Rampen führen zu den Grabkammern. Tatsächlich beigesetzt sind hier die  Kaiser: Hadrian und seine Frau Sabrina, Antonius Pius und seine Frau Faustina, Lucius Verus, Marc Aurel, Commodus, Septimius Severus und Caracalla.
   
Der Name der Engelsburg stammt aus dem Jahr 590 als in Rom die Pest wütete. Papst Gregor I. der Große soll über dem Grabmal die Erscheinung des Erzengel Michael gesehen haben, der ihm das Ende der Pest verkündete, indem er das Schwert des göttlichen Zorns in die Scheide steckte. Da die Pest wirklich zu Ende ging, erinnert die Statue des Engels auf der Spitze des Gebäudes an diese Episode.
   
Auch von der Engelsburg hat man einen schönen Ausblick auf Rom. Vor allem der Tiber liegt einem zu Füßen. Die Namensgebung des Flusses belegt eine Sage in frühe, möglicherweise vorlatinische Zeit. Der neunte König von Alba Longa, Tiberius, sei in dem Fluss ertrunken, der später nach ihm benannt worden sei.