Reisebericht:   Portugal + Rio Douro

 

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Hinweis:

Am 26.3.2013 von Wien-Schwechat nach Lissabon Portela über Brüssel mit Brüssel-Airlines
Am 5.4.2013 von Porto Francisco Sa Carneiro nach Wien-Schwechat über Brüssel mit Brüssel-Airlines
Hotel****Turim Europa (Lissabon), Hotel****Santa Maria (Fatima), MS**** Douro Princess (Pinhao), MS**** Douro Alto (Porto)
Diese Flusskreuzfahrt auf dem Rio Douro fand als solche nicht statt. Auf Grund des Dauerregens und daraus resultierenden Hochwassers sind wir keinen einzigen Meter mit dem Schiff gefahren, haben alles in Tagesfahrten mit dem Bus erkundet und haben auf dem Schiff nur geschlafen und gegessen.
FOTOS: Gertrude Musil


Der Aqueduto das Aguas Livres galt um die Wende vom 19. Jh. zum 20. Jh. als die schönste Sehenswürdigkeit Lissabons. Die Wasserversorgung der Stadt wurde 1748 in Betrieb genommen und durch eine Lebensmittelsteuer finanziert. Die Hauptleitung ist 19 Kilometer lang, mit den Nebenleitungen sind es 58 Kilometer.
   

Das 52 m hohe Denkmal Padrao dos Descobrimentos wurde 1960 unter Salazar zum 500. Todestag des Infanten Henrique am Ufer des Tejo errichtet. Es erinnert an die Seeleute, königlichen Gönner und all jene, die an der rasanten Entwicklung des portugiesischen Zeitalters der Entdeckungen beteiligt waren. Es ist einer Karavelle nachempfunden.
   

Der Turm Torre de Belem wurde 1515 -1521 als Bastion von Manuel I. mitten im Tejo erbaut. Er war Startpunkt der Seefahrer, die die Handelsrouten entdeckten und wurde so zum Symbol für Portugals Zeit der Expansion. Unterhalb der Terrasse befand sich einst ein Gefängnis und ein Waffenlager.
   
In unmittelbarer Nähe des Torre de Belem befindet sich jenes Denkmal. Ein Nachbau einer De Haviland DH34, mit der es dem Portugiesen Gago Coutinho 1922 im dritten Versuche gelang, den Südatlantik das erste Mal zu überqueren. Der Flug dauerte vom 30.3. bis 15.6. und ging: Lissabon - Las Palmas - Sao Vincente - Porto Praia -Fernando de Noroha -Reciefe - Salvador de Bahio - Vitorio - Rio de Janeiro.
   

Das Kloster Monsteiro dos Jeronimos wurde 1501 nach der Rückkehr Vasco da Gamas von dessen historischer Reise von Manuel I. in Auftrag gegeben. Der Bau wurde durch das "Pfeffergeld" aus dem Gewürzhandel finanziert. Das Kloster wurde dem Hieronymitenorden anvertraut, bis alle Orden 1834 aufgelöst wurden. Wie viele Gebäude auf der Iberischen Halbinsel ist auch dieses mit prächtigen Azulejos ausgestattet.
   

Vasco da Gama war jener portugiesische Seefahrer, der den Seeweg ums Kap der Guten Hoffnung nach Indien entdeckte. Als er am 24.12.1524 im südwestindischen Kochi starb, wurde er dort beigesetzt. Nach Auflösung der Orden verwahrloste das Grab und wurde nicht mehr gepflegt. Erst 1880 griff der portugiesische Staat ein und ließ die sterblichen Überreste Vasco da Gamas in einem Ehrengrab im Hieronymus-Kloster im Lissaboner Vorort Belém beisetzen.
   
Faszinierend in Lissabon sind die kleinen Straßenbahnen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Sie haben nur 6 Sitzreihen und einen kurzen Radstand, der enge Kurven in den hügeligen Stadtteilen, speziell in der Altstadt, erlauben. Die Linie 28  (Carreira 28 dos Eléctricos de Lisboa) ist die beliebteste bei Touristen.
   

Der Platz Campo Pequeno wird von der im 19. Jh. erbauten Arena beherrscht. In diese passen bis zu 9.000 Zuschauer. Die maurische Architektur wird von schlüssellochförmigen Fenstern und Doppelkuppeln, die mit einem Halbmond versehen sind, verziert. Während der Saison finden dort Stierkämpfe statt. Sonst wird die Arena für Konzerte oder andere Vorstellungen, wie den weihnachtlichen Zirkus, genutzt.
   
Der heutige Boulevard Avenida da Liberdade wurde 1879 bis 1882 im Stil der Pariser Champs-Elysées ausgebaut. Trotz seiner Brunnen und Straßencafés eignet sich die prachtvolle 90 Meter breite Allee kaum zum Bummeln, da sie von sieben verkehrsreichen Straßen durchschnitten wird. Sie ist 1,1 km lang, beginnt an der Praça dos Restauradores und endet an der Praça Marquês de Pombal.
   

Der von einem Schüler Gustave Eiffels um die Jahrhundertwende erbaute filigrane schmiedeeiserne Aufzug in dem Turm Elevador de Santa Justa ist die bequemste Art die 32 Meter höher gelegene Oberstadt zu erreichen. Zwei holzverkleidete, messinggeschmückte Kabinen befördern regelmäßig bis zu 25 Personen zu einer Fußgängerbrücke, die in den Largo do Carmo (das Haus im Hintergrund) führt.In der Spitze des Turms befindet sich ein Café und darüber eine Aussichtsplattform.
   

Der Elevador da Glória ist eine der drei noch bestehenden Kabelbahnen Lissabons. Sie führt vom Praça dos Restauradores zum Bairro Alto (übersetzt: hohes Viertel). Die Strecke ist 265 Meter lang und hat eine durchschnittliche Steigung von 18%, der Höhenunterschied beträgt 48 Meter. Eröffnet wurde sie am 24. Oktober 1885. Das Kabel unter dem Pflaster dient nur der Balance, der bergwärts fahrende Wagen bestimmt das Tempo.
   
In der Mitte des Platzes Praça dos Restauradores steht ein hochaufragender Obelisk von 1886. Er erinnert an die Befreiung Portugals von Spanien im Jahr 1640. Die Bronzefigur am Sockel stellen Viktoria mit Palme und Krone, sowie die Freiheit dar. Die Namen und Daten auf dem Obelisken bezeichnen Schlachten des Unabhängigkeitskrieges.
   
Durch das große Erdbeben von Lissabon 1755 waren nahezu alle Gebäude am Rossioplatz zerstört. Zwischen 1886 und 1887 erhielt der Rossio ein anderes bis heute prägendes Gebäude, den Bahnhof Rossio. José Luís Monteiro entwarf den im neo-manuelinischen gehaltenen neuen Bahnhof für die Strecke nach Sintra, wo sich unter anderem das königliche Sommerschloss Palácio Nacional da Pena befand.
   

An der Nordseite des Rossioplatzes befindet sich das Teatro National Donna Maria II., das am 13. April 1846 während der Gedenkfeier zum 27. Todestag der Königin D. Maria II eröffnet wurde, wovon auch der Name stammt.
   

In der Stehbar „A Ginjinha“ wird seit 150 Jahren nur Ginjinha ausgeschenkt, der bei Touristen und Einwohnern Lissabons großen Anklang findet. Ginjinha oder Ginja ist ein portugiesischer Likör mit 17-20 % Alkohol, der aus Sauerkirschen hergestellt wird. Nach 2 Monaten Reifung hat er seine gewünschte Farbe und den charakteristischen Geschmack angenommen. Ginjinha wird wahlweise mit oder ohne die eingelegten Kirschen in Schnapsgläsern ausgeschenkt. Die Kirschkerne spuckt man nach dem Verzehr traditionsgemäß auf den Boden.
   

Der Palácio Nacional de Queluz ist eine der größten Rokoko-Schlossanlagen Europas. D. Pedro III., der späteren Prinzgemahl von Königin Dona Maria I., gab 1747 den Auftrag, sein Jagdschloss aus dem 17. Jh. in eine Sommerresidenz umzubauen. Die Fertigstellung dauerte bis 1758.
   

Der Nationalpalast von Queluz, der oft mit dem Schloss von Versailles verglichen wird, wird heute vom portugiesischen Staat als Residenz für Regierungs- und Staatschefs, die Portugal besuchen, und für Sonderkonferenzen genutzt.

 

 

Der Palácio Nacional de Sintra im Zentrum Sintras, ist UNESCO-Weltkulturerbe. Von außen stechen die zwei großen kegelförmigen Kamine, die Schornsteine der Palastküche, hervor. Er wurde im 14. Jh.von João I erbaut und im 16. Jh. unter Manuel I erweitert. Bis Ende des 19. Jh. war er Sommerresidenz des Hofes.

 

 
Das Schlafzimmer König Sebastiaos mit seinem italienischen Himmelbett und den originalen Weinblatt-Kacheln.
   

In Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des Festlands des europäischen Kontinents. Er liegt an der Atlantikküste in einer Höhe von 140 Metern über dem Meeresspiegel. Ein Leuchtturm markiert diesen Punkt, der genaugenommen nicht der westlichste Europas ist. Dieser liegt auf Island.

 

 

Cascais bekam die Stadtrechte 1364 von König Peter I.. Ab 1870 verbrachte die königliche Familie regelmäßig den Sommer in Cascais, wodurch der Ort auch den Adel und gehobene Bürgerschichten anzog. Ab den 1930er Jahren wurde Cascais, zusammen mit dem an der Bucht gegenüberliegenden Estoril, der Sammelpunkt der portugiesischen Oberschicht und vieler vermögenden Reisenden aus dem Ausland.
   
Seit dem frühen 20. Jh. ist die pittoreske Küste im Umland von Estoril eine der Attraktionen des portugiesischen Fremdenverkehrs. Bekannt ist es vor allem durch seine Casinos und die ehemalige Formel 1 Rennstrecke.
   
 Im Zuge der Reconquista wurde Óbidos von Alfons I., dem ersten König Portugals, 1148 von den Mauren zurückerobert. König Alfons II. vermachte die Stadt seiner Frau Urraca als Hochzeitsgeschenk. Seither und bis ins 16. Jh. wiederholten verschiedene Könige diesen Brauch, weshalb die Stadt "Stadt der Königinnen" genannt wurde. Die Burg ließ König Dinis im 13. Jh. errichten.
   

Die Kirche Santa Maria in Óbidos stammt ursprünglich aus dem 12. Jh.. 1444 schlossen hier König Alfons V. und Isabel von Portugal die Ehe. Die Kirche ist mit Azulejos ausgekleidet und enthält zahlreiche Gemälde der Malerin Josefa de Óbidos.
   

Das ehemalige Zisterzienserkloster der Heiligen Maria von Alcobaça, ist seit 1989 Weltkulturerbe und eine der größten Klosteranlagen Portugals mit der auch heute noch größten Kirche des Landes. Das Kloster liegt am Zusammenfluss des Rio Alcoa und des Rio Baça. Die Abtei wurde 1153 vom ersten portugiesischen König Afonso I. Henriques gestiftet.

 

 

Große Bedeutung geben der Kirche noch heute die im Querhaus beidseitig untergebrachten Grabmale von König Pedro I. (1320-1367), und seiner Geliebten Inês de Castro (1320-1355). Die Grabmäler ließ Dom Pedro sogleich nach seiner Thronbesteigung 1357 in Auftrag geben, um seine von seinem Vater zwei Jahre vorher hingerichtete Geliebte Inês de Castro und nach seinem Tode ihn selbst aufzunehmen.
   
Beachtliche Ausmaße findet man in der Küche des Klosters: In der Mitte der Küche wurde ein Kamin über einer Grundfläche von etwa 3 x 8 Meter errichtet mit einer Höhe von ca. 25 Metern. Zum Grillen und Garen von ganzen Rindern taugte dies allemal. Berechnungen haben ergeben, dass die Küche zur Verköstigung von mehr als 500 Personen ausreichte.
   
Ein Blick von der Oberstadt auf die 110 Meter tiefer liegende Unterstadt von Nazaré, die durch eine Schrägseilbahn verbunden ist. Die Einheimischen nennen sie "Aufzug von Nazaré".

 

 

Wie bereits der 1912 gewählte Ortsnamen zeigt, leitet Nazaré seine historische Herkunft von dem oberen Ortsteil Sítio de Nossa Senhora da Nazaré (übersetzt: Ort unserer Frau von Nazareth) her. Gleichnamige Kirche beherbergt eine kleine, knapp 30 cm hohe holzgeschnitzte dunkle Statue der Jesus stillenden Maria. Es soll sich dabei um eine authentische Darstellung Marias mit Jesus handeln, da die Schnitzarbeit zu jener Zeit in Nazareth in ihrer Anwesenheit hergestellt worden sei. (!?!)

 

 

Eine Fischerfrau, sie verkauft Süßigkeiten am Hauptplatz von Nazaré, in traditioneller Kleidung. Der kurze Rock ist hilfreich, um ihrem Mann nach der Heimkehr vom Fischfang beim Entladen im seichten Wasser zu helfen.
   

Das Mosteiro da Batalha,  ist ein Dominikaner-Kloster und stammt aus dem 14. bis 16. Jh. Es wurde zum Dank für den Sieg Portugals über das Königreich Kastilien in der Schlacht von Aljubarrota im Laufe von circa 150 Jahren errichtet und 1983 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen. Vor dem Kloster befindet sich ein Reiterstandbild des siegreichen Feldherrn Nuno Álvares Pereira.

 

 

Kurz vor 1426 begann man mit der Errichtung der Grabkapelle für João (den Stifter) und seine bereits 1415 verstorbene Gattin Filipa de Lencastre und die königlichen Nachkommen. Im Bild in einer Wandnische des Umbaus der Sarkophag des wohl bekanntesten Sohnes Dom Henrique o Navegador (Heinrich der Seefahrer).

 

 
In dem an der Ostseite des Kreuzgangs gelegenen Kapitelsaal befindet sich heute die nationale Gedenkstätte des unbekannten Soldaten für die portugiesischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

 

 

Fátima ist ein bedeutender katholischer Wallfahrtsort, der auch von Kranken mit der Hoffnung auf Wunderheilung aufgesucht wird. Berichtet wird, dass am 13. Mai 1917 drei Hirtenkinder auf einem freien Feld eine Erscheinung der Jungfrau Maria hatten. Im Bild die Basilica Antiga, davor der riesige Vorplatz mit 150.000 Quadratmeter, der 300.000 Gläubige fassen kann.

   
Gegenüber der alten Kathedrale  wurde 2007 die neue Kirche Igreja da Santissima Trindade eingeweiht. Sie ist mit annähernd 9000 Sitzplätzen die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jh. (2009). Über den ganzen Platz verläuft eine Bahn aus Steinplatten, auf der manche Pilger auf Knien Buße leisten.
   

Die 1290 von König Dionysius (Dom Dinis) gegründete Universität Coimbra ist die älteste Universität Portugals und eine der ältesten Europas. Durch das "Eiserne Tor" (Hintergrund, Bildmitte) betritt man den riesigen Universitätsplatz. (Nächstes Bild).

 

 
Vom Universitätsplatz hat man eine schöne Aussicht auf die Unterstadt und den Rio Mondego. In der Stadt leben rund 100.000 Einwohner, ein Viertel davon sind Studenten. Eine kulturelle Besonderheit hier: Es dürfen nur Männer den Fado singen.
   

Wir haben unser Schiff am Rio Douro erreicht. Es ist die MS Douro Prinzess, sie liegt nicht wie angekündigt in Porto, sondern ca. 2 km westlich von Pinhao, dem Zentrum der Portweinerzeugung und ca. in der Mitte unserer zu befahrenden Flusskilometer. Glück für uns, denn wir werden auf diesem Schiff auf Grund des Hochwassers nur wohnen und alle Ausflüge mit dem Bus unternehmen.
In Lamego führt eine barocke Treppe mit 686 Stufen über Serpentinen auf den Hügel  zur Wallfahrtskirche Nossa Senhora dos Remédios hinauf. Der ehemalige Bischofspalast ist heute ein Museum, in dem man unter anderem prächtige Gobelin-Wandteppiche bestaunen kann.
   
Die Quinta do Seixo ist ein Weingut an der Spitze eines Hügels und ist im Besitz der Firma Sandemann. Daher wurden wir von einem Führer mit schwarzem Umhang und schwarzem Hut, wie im Firmenlogo, empfangen.  Nach der serpendinenreichen Auffahrt hat man einen traumhaften Blick auf die in Terrassen angelegten Weinberge und den Rio Douro. Die Landschaft bleibt ebenso unvergesslich wie die Portweinverkostung.
   
Ca. 5 km von Vila Real entfernt befindet sich der Mateuspalast. Dieser wurde 1745 erbaut, er wird heute noch von einem Gragen bewohnt. Bekannt ist der Palast auch für seinen großen Park. Im Park gibt es einen Teich mit einer Nymphe - eine Marmorskulptur. Der Mateuspalast ist auf den Etiketten des Massenweins Mateus Rosé abgebildet.

 

Von unserem Liegeplatz in der Nähe von Pinhao ist es nicht weit zur Schleuse bei Baguste. Gleich erkennt man, daß der Rio Douro nicht schiffbar ist. Hier erfolgt ein Höhenunterschied von 27 Meter. Die Anlegestelle in Regua steht ca. 2 Meter unter Wasser und ist somit ebenfalls unbrauchbar.
   
Am Abend gibt man am Schiff einen Folkloreabend, natürlich mit Fado. Eine Musik, eine Tradition, ein Lebensgefühl. Fado, das sind ein paar feurige Gitarreros und herzzerreißender Gesang. Die einfachen Leute singen über ihre Sorgen, ihre Träume, ihr Leben. Fado handelt meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, vergangenen Zeiten oder der Sehnsucht nach besseren Zeiten,
   
Die Plaza Mayor, der Hauptplatz Salamancas, auf der früher u. a. Stierkämpfe abgehalten wurden, gilt als der schönste Platz Spaniens. Philipp V., erster spanischer König aus dem französischen Haus Bourbon, machte ihn den Einwohnern 1729 für ihre Loyalität im Erbfolgekrieg zum Geschenk.

 

 
Die Kirche La Clerecia wurde Anfang des 17. Jh. auf Geheiß der Königin Margarethe von Habsburg, der Ehefrau Philipps III., errichtet. Die Kirche und die Schule unterstanden der Gesellschaft Jesu. Gegenüber die Casa de las Conchas (Haus der Muscheln), ein Stadtpalast, dessen Fassade mit mehr als 300 Jakobsmuscheln aus goldgelbem Sandstein geschmückt ist, dem Symbol der Pilgerschaft nach Santiago de Compostela.
   

Salamanca ist bekannt durch die Universität  mit ihrem berühmten Maskottchen, einem Frosch auf einem Totenschädel an ihrer Fassade. Die Universität füllt die Stadt mit mehr als 40.000 Studenten, was ihr ein lebhaftes, jugendliches Gepräge gibt. Die Universität ist die älteste bis heute bestehende Universität Spaniens.
   
Die Stadt Salamanca besitzt zwei Kathedralen, die alte Kathedrale aus dem 12. und die neue Kathedrale aus dem 16. Jh., die aber einen gemeinsamen Gebäudekomplex bilden. Der Turm der neuen Kathedrale wurde verstärkt, da sich nach dem Erdbeben von Lissabon Risse an ihm zeigten. Auch an der Kathedrale sieht man Spuren der Universität: Früher war es Sitte, nach erfolgreicher Beendigung der Promotion einen Víctor, ein rotes „V“ und seinen Namen an den Dom zu malen.
   
 In Guimaräes soll eine reiche galizische Gräfin namens Mumadona Dias hier um 960 eine Klosterburg (Castelo de Vimaranes) errichtet haben. Heinrich von Burgund machte die Stadt 1096 zur Hauptstadt seiner Grafschaft Portuguale und ließ um den Schutzturm des Klosters eine Burg errichten, in der (wahrscheinlich) ca. 1109 sein Sohn Alfons I. (Afonso Henriques) geboren wurde.
   

Dieses Bild wurde im Stadtteil Vila Nova de Gaia, am kühleren Südufer des Rio Douro, gegenüber von Porto aufgenommen. Hierher werden die Portweinfässer mit den typischen Barcos rabelos zur Lagerung gebracht. Heute erfolgt der Transport mit Tankwagen. Im Hintergrund die Ponte Dom Luis I.. Oben für Zug und Fußgänger, unten der Straßenverkehr.

 

 

Zum besonderen  Geschmack des Portweins tragen die Schieferböden des Dourotals bei. Sie speichern Feuchtigkeit und Wärme. Die Gärung wird durch Zugabe von Weingeist unterbrochen. Daraus resultiert der hohe Alkoholgehalt und die Haltbarkeit. Je nach Qualität wird der Wein danach zwischen 2 und 50 Jahre in Holzfässern gelagert.

 

 
Die Seefestung Castelo do Queijo, wortwörtlich ins Deutsche übersetzt „Käseburg“, ist eine typische Kastellburg aus dem 17. Jh. und wurde direkt auf einem Felsen erbaut, dort wo der Douro in den Atlantik mündet und wurde während des Restaurationskrieges von 1640 bis 1668, in dem Portugal erfolgreich seine Unabhängigkeit von Spanien erkämpfte, als Seefestung genutzt.

 

 

Die Clérigos-Kirche (Igreja dos Clérigos) ist eine barocke Kirche, die zwischen 1732 und 1750  gebaut wurde. Der Glockenturm, der Torre dos Clérigos, ist der höchste Kirchturm Portugals und ein Wahrzeichen der Stadt. Sein Bau begann 1754 und wurde 1763 beendet. Der Turm ist 76 Meter hoch und besitzt sechs Stockwerke mit insgesamt 225 Stufen.

   

Der Bau  der Kathedrale von Porto wurde Anfang des 12. Jh. im romanischen Stil begonnen. Aus dieser Zeit sind die Doppelturmfassade mit Rosettenfenster und das Langhaus erhalten. Der gotische Kreuzgang wurde im 14. Jh errichtet. 1387 war die Kathedrale Schauplatz der Hochzeit von König Johann I. mit der englischen Prinzessin Philippa of Lancaster. Das Äußere der Kathedrale wurde zur Zeit des Barock und Rokoko tiefgreifend umgestaltet.

 

 
Der Bahnhof Porto São Bento ist ein innerstädtischer Bahnhof an der Praça de Almeida Garrett gelegen. Erste Züge fuhren bereits 1896 bis nach São Bento, das Gebäude selbst ging jedoch 1916 in Betrieb. Die Bahnhofshalle ist mit prächtigen Azulejos  übersät. (Siehe nächstes Bild.)
   

 Unter Azulejo versteht man ein Mosaik aus meist quadratischen, blau oder bunt bemalten und glasifizierten Keramikfliesen. Diese wetterfesten Fliesen sind in Spanien und Portugal fester Bestandteil des Stadtbildes und werden an öffentlichen Monumenten und Gebäuden, Hausfassaden und Kirchen, aber auch an Innenwänden zu oftmals künstlerischen Wandbildern zusammengefügt.