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Reisebericht: OSTSEE-INSELN

 

Anreise:
Abreise
Wohnort:

am 2.9.2020 mit AUA von Wien nach Berlin
am 12.9.2020 mit AUA von Berlin nach Wien
****MS Thurgau-Saxonia

FOTOS:
Gertrude Musil


TAG 1: Nach der Landung in Berlin-Tegel und dem Transfer zum Kreuzfahrtterminal Berlin-Spandau gehen wir an Bord der ****MS Thurgau Saxonia.
Inbetriebnahme 2011
Länge 82 m
Breite 9,5 m
Tiefgang 1,20 m
Passagiere max. 88
Besatzungsmitglieder ca. 22
Kabinen 44
   
TAG 2: Stadtrundgang, Stadtrundfahrt, Havel, Havel-Oder-Kanal, Niederfinow.
 Berlin Brandenburger Tor
   
3. TAG: Niederfinow, Westoder, Grenzübergang bei Mescherin, Stettin
Im Bild: Eisenbahn-Klappbrücke kurz vor Stettin (Nadelöhr auf der Oder), die uns auf der Rückfahrt auf Grund eines technischen Gebrechens 6 Stunden Verspätung bescheren wird.
   
Unsere Anlegestelle befindet sich direkt vor der Haken Terrasse. Dieses 500 Meter lange Bauensmble wurde nach dem Oberbürgermeister Hermann Haken benannt. Es wurde zwischen 1900 und 1914 errichtet. Stettin gehört seit 5.7.1945 zu Polen. Das Backsteingebäude ist das Stadtmuseum.
   
Am gegenübeliegenden Ostufer der Oder befindet sich ein Vergnügungspark.
   
4. TAG: Stettin Stadtrundgang, Stadtrundfahrt, Stettiner Haff, Wollin, Stettiner Haff, Wolgast (Tor zur Insel Usedom).
Das Stettiner Schloss ist die ehemalige Residenz der Herzöge von Pommern. Bis zur schweren Beschädigung im Zweiten Weltkrieg war es das am besten erhaltene Schloss der während des Dreißigjährigen Krieges ausgestorbenen Greifenherzöge. Im unteren Bauteil befindet sich heute wieder die Krypta der Pommernherzöge.
   
Auf der Nordseite der Insel Wollin, an der ca. 2 km langen Strandpromenade, befindet sich das Seebad Misdroy mit einer 395 Meter langen Seebrücke.
   
Im kleinen Städtchen Kamien Pomorski, heute ein staatlich anerkannter Kurort mit Soleheilbad, befindet sich die Kathedrale St. Johannes, einer der herausragendsten Sakralbauten Polens. Im Inneren lauschen wir einem Orgelkonzert, deren Orgelgehäuse auf das Jahr 1669 zurückreicht.
   
Wir überqueren das Stettiner Haff in westlicher Richtung und bekommen einen Eindruck über diese große Wasserfläche. Vorbei an der Mündung der Swine (2. Oder-Mündungsarm, der die Inseln Wollin und Usedom voneinander trennt), gelangen wir auf den Peenestrom (3. Oder-Mündungsarm). Da wir Kurs auf eine Gewitterfront nehmen, schaukelt unser Schiff gewaltig, wofür es als Flussschiff gar nicht gebaut ist.
   
5. TAG: Wolgast, Rundfahrt Insel Usedom, Peenemünde, Greifswalder Bodden (offene Ostsee), Greifswald-Wieck.
Heringsdorf gehört zu den drei Kaiserbädern auf Usedom. Der feine Sandstrand ist hier 42 km lang und durchschnittlich 40 Meter breit. Die Seebrücke ist 508 Meter lang.
   
In Zinnowitz ist die Seebrücke 315 Meter lang und hat den Namen Vineta. Der Name geht auf eine sagenumwobene Stadt an der vorpommerschen Ostseeküste zurück. Diese ist auf Grund ihres moralischen Verfalls bei einem Sturmhochwasser untergegangen.
   
In Peenemünde, in der Nähe der HVA (Heeres-Versuchs-Anstalt) erreichen wir wieder unser Schiff. Hier bastelte  auch Wernher von Braun von 1936 bis 1945 an Raketen, so unter anderem an der Vergeltungswaffe V2.


Photo: Claudia Pautz
   
Bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Peenemünde fährt man an einem russischen U-Boot der Juliett-Klasse vorbei. Es ist U-461, das letzte noch existierende Boot dieser Klasse der größten jemals gebauten konventionellen Unterwasser-Raketen-kreuzer.
   
Der historische Marktplatz Greifswald-Wieck hat ein Ausmaß von 11.000 Quadratmeter. Hanseatischer Reichtum, Kaufmannshaus und späte Backsteingotik (linkes Backsteinhaus) - das Haus Markt 11, in dem sich heute das Caféhaus Marimar befindet, wurde 1400 errichtet.
   

6. TAG: Greifswalder Bodden, Lauterbach, Insel Rügen - Rundfahrt, Nationalpark Jasmund, Prora, Binz, Stralsund, Vitte (Hiddensee).
Im Nationalpark Jasmund befindet sich der Königsstuhl. Es ist ein 117 Meter hoher Kreidefelsen, den der Maler Caspar David Friedrich schon 1818 gemalt hat.
   

Wir machen mit unserer Rügen-Rundfahrt weiter und fahren durch Sassnitz, das eng mit der Fischkonservenindustrie verbunden ist und weiter über Prora, wo man einen 4,5 km langen Baukomplex aus der Nazizeit entlang des Strandes "bewundern" kann. Schließlich erreichen wir das Ostseebad Binz, es ist das größte auf Rügen. Hier benützen noch die letzten "Sonnenanbeter" ihre Strandkörbe.
   
Von Lauterbach geht es weiter, vorbei an Stralsund nach Vitte auf der Insel Hiddensee. Dort werden wir von Pferdekutschen abgeholt und man zeigt uns die Insel. Diese ist autofrei, bis auf 4 Ausnahmen: Polizei, Feuerwehr, Post und der Arzt sind motorisiert. Der Arzt behandelt vom Zahn bis zur Zehe alles. Nur in Notfällen kommt der Hubschrauber. Zuletzt sei noch erwähnt, dass man hier einen köstlichen Sanddornlikör produziert.
   
Der einzige Leuchtturm auf Hiddensee steht im Norden der Insel und heißt Dornbusch. Er steht auf einem rund 70 Meter hohen Hügel, wurde 1887 - 1888 gebaut und ist 27,5 Meter hoch. Er hat somit eine Feuerhöhe von 94,7 Meter über Mittelwasser der Ostsee.
   
7. TAG: Bevor der Fährverkehr beginnt, Abfahrt Hiddensee, Stralsund Stadtrundgang, Greifswalder Bodden, Peenestrom, Peene, Anklam (Nacht-Liegeplatz).
In Stralsund legen wir in unmittelbarer Nähe des Schulschiffs Gorch Fock I an. Es wurde 1933 bei Blohm & Voss für die Reichsmarine gebaut und nach dem Schriftsteller Gorch Fock benannt. Seit 2003 liegt das nicht mehr seetüchtige Segelschiff hier im Hafen.
   

Das 2008 eröffnete Ozeaneum, wegen seiner Form und Farbe auch "Klopapierrolle" genannte Museum ist ein zur Stifting Deutsches Meeresmuseum gehörendes Naturkundemuseum mit dem Schwerpunkt Meer. 50 Becken, das größte fasst 2,6 Mio. Liter Wasser, 5 Dauerausstellungen und verschiedene Wasser- und Lebenswelten aus Ostsee, Nordsee und Nordatlantik werden präsentiert.
   
Das Rathaus der Hansestadt Stralsund ist ein im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtetes Gebäude, dessen Baubeginn auf die Jahre 1300 - 1310 zurückreicht. Ständige Erweiterungs- und Umbauten sorgten bis zum 19. Jh. für einen architektonischen Stilmix. Sieht man die Rückseite des Rathauses, glaubt man es handelt sich um ein anderes Gebäude.
   
Nachdem Stralsund 1234 Stadtrecht erhalten hatte und zuerst das Gebiet Alter Markt bebaut wurde, breitete sich die Stadt schnell weiter aus und so entstand ab 1286 die Neustadt. 1270 wird der Neue Markt in den Überlieferungen erstmals erwähnt und 1298 die Marienkirche. Ihre Erbauung erfolgte zwischen 1360 und 1380 als frühgotische Hallenkirche. Sie war die Pfarrkirche der Neustadt.
   

8. TAG: Anklam, Stettiner Haff, Stettin, Schwedt a.d. Oder (Nachtliegeplatz).
Mit 6-stündiger Verspätung (Siehe 3. Tag) kommen wir in der Uckermark in Schwedt / Oder an.
   
9. Tag: Schwedt, Westoder, Hohensaaten, Besichtigung Schiffshebewerk Niederfinow.
Einst wurde Schwedt durch den Tabakanbau und den Handel wohlhabend. Zur Blüte geführt haben diesen Wirtschaftszweig die Hugenotten. Mit der Entwicklung von Schwedt zur Industriestadt wurde Ende der 1970er Jahre die Theatertradition in der Stadt neu belebt. An der Stelle des ehemaligen Markgrafenschlosses entstand 1978 das Kulturhaus Schwedt, das Gebäude der Uckermärkischen Bühnen Schwedt (UBS).
   
Hohensaaten: Der erste Eindruck: Gewaltig. Das Gewicht, der Stahl, die Konstruktion, das Alter. Schließlich handelt es sich um das älteste Schiffshebewerk Deutschlands, das noch in Betrieb ist. Es ging am 21.3.1934 in Betrieb und liegt am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals.
   
Steht man unter der Kanalbrücke bewundert man die Konstruktion mit den über 5 Mio. Nieten. Über einen Serpentinenweg gelangt man zum "Oberhafen".
   
Hier teilt sich der Oder-Havel-Kanal, da der Kanal links im Bild den Unterhafen für den Neubau des Schiffshebewerk Nord bildet. Eröffnung soll voraussichtlich Herbst 2020 sein.
   
Im Bild links das Schiffshebewerk Niederfinow Nord. Es ist größer und der Trog hat folgende Abmessungen: Die Breite beträgt 27,9 m, die Länge 115 m, die Tiefe 4 m und das Gesamtgewicht 9.800 t.
   
Winke - Winke...
   
Nach der Einfahrt der Boote in den Trog, dieser ist  16 Meter breit, 88 Meter lang und 2,50 Meter tief...
   
...werden diese 36 Meter in 5 Minuten nach oben gehoben, die Schleusung dauert 20 Minuten. Der gefüllte Trog hat ein Gewicht von 4.290 Tonnen und wird von 256 Seilen, deren Durchmesser 52 mm beträgt, 128 auf beiden Seiten und 4 Elektromotoren mit je 75 PS gehoben bzw. gesenkt. Die Trogtore wiegen je 23 Tonnen.
   
10. TAG: Schiff - Klinkerhafen, Bus - Chorin, Lehnitzschleuse, Spandau Anlegestelle.
Die Klosterruine Chorin ist eine ehemalige gotische Zisterzienserabtei, die 1258 von askanischen Markgrafen gegründet wurde. (Sächsisches Hochadelsgeschlecht.)
   
Zwischen der 1542 erfolgten Säkularisation und dem beginnenden 19. Jh. war das Kloster dem Verfall preisgegeben. Dann erfolgten Sicherung und Restaurierung der Ruinen. Heute ist das Zisterzienserkloster ein in Backsteingotik typisch repräsentatives Baudenkmal. Heute finden in den Räumlichkeiten Konzerte statt.
   
Wir erwarten unser Schiff beim Klinkerhafen, in dem sich heute eine Gedenkstätte eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen befindet.
   
Das Klinkerwerk Oranienburg war eine Großziegelei. Daneben wurde auf Wunsch von Albert Speer ein eigener Hafen bei der Lehnitzschleuse errichtet.
   
 Unser Tagesablauf war Frieren,
 Gejagtwerden, Schnee- und Sand-
 tragen, im Rockzipfel, Fallen, Stürzen
 und wieder Gejagtwerden. Nur die
 Reihenfolge wechselte manchmal.
 Täglich blieben mehr von uns auf der
 Strecke. Die Toten wurden ersetzt.
 Es gab ja viel Ersatz.

 Leon Szalet, 1944
   
In Berlin - Spandau legt der 1. Offizier wieder an, wie immer sehr gefühlvoll.
11. TAG: Auschecken, Transfer zum Flughafen Tegel, Heimflug nach Wien.

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