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Reisebericht:  Lombardei

 

Anreise:
Abreise:
Wohnort:

am 28.6.2010 von Wien mit dem Bus nach Zingonia Verdellino
am 2.7.2010 von Zingonia Verdellino mit dem Bus nach Wien
Palace Hotel ****
FOTOS: Gertrude Musil


In Mailand angekommen, besichtigten wir als erstes das Castello Sforzesco. Die Burg, ein Symbol Mailands, war anfangs der Sitz der Visconti, die sie 1368 erbauten. Später war sie der Sitz der Sforza. Fracesco Sforza, der 1450 Herr von Mailand wurde, und sein Sohn Lodovico il Moro wandelten das Castell zu einem der prachtvollsten Renaissancehöfe Italiens  um, an dem Bramante und Leonardo da Vinci weilten. Seit 1896 sind in der Anlage die Städtischen Museen mit einer der größten Kunstsammlungen Mailands untergebracht.

  

Der Turm des Eingangs, La Torre Filarete, stürzte 1521 ein, als das darin verwahrte Schießpulver explodierte. Er wurde 1905 nach Filaretes Originalplänen für den zentralen Burgturm wieder aufgebaut. Die Löcher in den Burgmauern dienten bei Instandsetzungsarbeiten zur Verankerung der Gerüste.

   

Der Bau des Mailänder Doms begann 1386 unter Bischof Antonio da Saluzzo und Herzog Visconti. Der Altar wurde 1418 geweiht, die Kirche blieb aber bis ins 19. Jh. unvollendet. Erst Napoleon, der hier zum König von Italien gekrönt wurde, ließ die Fassade vollenden. Hinter dem linken Eckturm im Bild befindet sich der Vierungsturm (es ist der höchste des Doms). Darauf wacht die 4,16 m hohe vergoldete Statue der "La Madonnina" über das Wohl der Stadt. Eine Tafel über dem Eingang des Doms belegt, dass dieser Maria Nascente geweiht ist.

   

An den fünf Toren des Doms, welche zwischen 1840 und 1965 entstanden, kann man sich an den detailreichen Bronzereliefs kaum satt sehen.

   

Wir begaben uns zu einem Rundgang aufs Dach des Doms,  bei dem man über die Details der etwa 3.500 Statuen auf den Türmchen (das älteste stammt von 1404) aus dem Staunen nicht herauskommt. Auch die 40 Strebebögen, welche die Außenwände stützen, sind mit phantasievollen Gebilden verziert. Respekt erweist man noch heute den Steinmetzen, welche die einzelnen Steingebilde nicht nur so perfekt zu einem Ganzen zusammengefügt hatten, sondern auch händisch hier herauf schafften.

   

Die drittgrößten Kirche der Welt nach dem Petersdom und der Kathedrale von Sevilla überragt den nach ihr benannten riesigen Platz. Auf der Piazza del Duomo treffen sich die Mailänder.

   

In der Ferne der Torre Velesca, das Wahrzeichen des modernen Mailands. Das Gebäude entstand 1956 - 1958. In dem 106 m hohen Turm sind Büros und Wohnungen untergebracht. Der Überhang des oberen Gebäudeteils und seiner roten Farbe erinnern an mittelalterliche Türme in Italien, aber tatsächlich ergab sich die Form aus der Not, aus begrenztem Raum mehr Bürofläche zu gewinnen.

   

Die Galleria ist eine elegante Passage mit Cafés, Läden und den berühmten Restaurants Savini und Zucca, in denen sich schon Puccini und Verdi zum Aperitiv trafen.  Die Arbeiten für die Passage begannen 1865 und zwei Jahre später wurde sie von König Vittorio Emanuele II. eröffnet, nach dem sie benannt wurde. Sie war Teil eines ehrgeizigen Stadterneuerungsprojekts.

   

Die 47 Meter hohen Glaskuppeln verbinden die Piazza del Duomo mit der Piazza della Scala und waren eine der ersten Glas - Eisen - Konstruktionen Italiens. Die Stadtregierung wollte nach der endgültigen Vertreibung der Österreicher 1859 ein modernes Zeichen setzen. Noch vor der Galleria Vittorio Emanuele II eröffnete die Galeries Royales Saint-Hubert in Brüssel.
(-->siehe Belgien)

   

Im Boden des zentralen Achtecks der Galleria befindet sich ein Mosaik des Wappens des Hauses Savoyen.

   

Das etwas nüchtern wirkende Teatro alla Scala ist der Tempel des italienischen Belcanto. Wer auf dieser Bühne singt, hat es wahrhaftig geschafft. Auf der mit 780 Quadratmeter größten Bühne Europas erlebten Guiseppe Verdis "Othello" (1887) und "Falstaff" (1893) sowie Puccinis "Madame Butterfly" (1804) und "Turandot" (1926) ihre Uraufführung.

   

Im Jahr 1432 erschien einer Bäuerin beim Kräutersuchen die Heilige Jungfrau. Diese Erscheinung ließ eine Quelle an dieser Stelle auf der Wiese entspringen.  Noch im selben Jahr wurde über der Heiligen Quelle eine Kapelle errichtet. Diese wurde zu einer Kirche und später zum heutigen Santuario ausgebaut. Die Quelle befindet sich unter der Wallfahrtskirche und ist für Besucher zugänglich. Die Heilige Jungfrau Santa Maria del Fonte ist das Ziel vieler Pilger. Vermutlich ist dieses Dorf auch der Geburtsort des Malers Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio.

 
   

Cremona - die Stadt der Geigenbauer. Die berühmtesten Söhne der Stadt waren Andrea Amati (1505-1577),Antonio Stradivari (1644-1737) und Guiseppe Guarneri (1698-1744). Am Domplatz hat man einen wunderbaren Blick auf den 111 m hohen Torrazzo, den Glockenturm. Er ist der höchste Italiens. Der Dom selbst ist ein eindrucksvolles Beispiel römisch - lombardischer Baukunst, der 1107 begonnen wurde. Die faszinierende Domfassade ist mit mehrfarbigem Marmor verkleidet. Im Inneren des Doms findet man großartige Kunstwerke und Freskenmalereien, u.a. die Geschichte von Maria und Jesus in Bildern von Beccaccino (1514 - 1522).
Zu den Spezialitäten Cremonas gehört unter anderem Torrone. Das Mandelnougat in Turmform ist dem Torrazzo nachempfunden.  

   

Die Stadt Crema wurde seit 1098 von den Bischöfen von Cremona verwaltet  und blickt auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück: Sie wurde 1159 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, als sie sich mit Mailand gegen ihn verbündete, zerstört. Über 300 Jahre gehörte sie zu Venedig (1449-1797). Im 13 Jh. und 14. Jh. wurde der Duomo im lombardisch-gotischen Stil erbaut. Der Torrazzo bildet mit dem Palazzo del Comune (Rathaus) im Renaissance-Stil ein harmonisches Gesamtbild. Venedig hat hier unübersehbar seine Spuren hinterlassen.

   

Die Altstadt von Bergamo liegt auf einem 350 m hohen Hügel. 1561 begann die Errichtung der enormen Venezianischen Stadtmauer. Die Stadtmauer wurde 1588, nach 27 Jahren Bauzeit  fertig gestellt. Sie ist mehr als 6 km lang, an einigen Punkten erreicht sie eine Höhe von 50 m. Durch die Uneinnehmbarkeit ist der mittelalterliche Stadtkern der Città Alta, der Hochstadt, komplett erhalten geblieben. Noch heute vollständig von Stadtmauern umgeben, ist das gesamte Gebiet verkehrsberuhigt und der Zugang erfolgt durch die vier mittelalterlichen Stadttore.

   

Die Colleoni-Kapelle in der Altstadt von Bergamo. Bartolomeo Colleoni (1380 bis 1475) war ein erfolgreicher Söldnerführer, der durch seinen Dienst in verschiedenen Heeren zu Reichtum gekommen war, kämpfte er doch jeweils auf der Seite, die ihn am besten dafür bezahlte. Vor seinem Tod gab er 1470 den Auftrag der Errichtung einer Kapelle als Mausoleum für sich selbst. Es sollte sich an der schönsten Stelle der Stadt befinden. Dort befand sich jedoch bereits die Kathedrale S. Maria Maggiore. Durch ein Feuer wurde die nördliche Apside der Kirche zerstört, exakt an dem Platz, den Bartolomeo Colleoni für seine Kapelle geplant hatte. Kurz vor der kompletten Fertigstellung der Kapelle starb Colleoni im hohen Alter von 75 bis 80 Jahren (sein genaues Geburtsjahr ist nicht belegt). Die Kapelle ist ein bedeutendes Zeitzeugnis der Renaissance in der Lombardei.

   

Der Dom von Bergamo ist seinem Schutzpatron Sant Alessandro gewidmet. Die Errichtung begann Mitte des 15. Jh. auf dem Grund der ehemaligen Kirche San Vincenzo. Der Dom besteht aus einem Hauptschiff. Die Kreuzkapelle beherbergt ein Heiliges Kreuz aus dem 16. Jh. Im Inneren kann man aufwändige Goldverzierungen und wunderschöne Wandgemälde sehen. Das Grabmal von Gaetano Donizetti befindet sich an der linken Seite des Altars.

 
   

Angelo Giuseppe Roncalli wurde als Sohn von Giovanni Battista Roncalli und dessen Ehefrau Marianna in ärmlichen Verhältnissen am Rand der Alpen geboren. Er wuchs mit zwölf weiteren Geschwistern in einer bäuerlichen Großfamilie auf. 1892 wurde Angelo ins Vorbereitungsseminar in Bergamo aufgenommen. Es war der Beginn seiner Karriere zum Papst Johannes XXIII. Ihm zu Ehren sind im Dom seine Bronzestatue und seine Tiara ausgestellt.

   

Das Baptisterium der Kirche Santa Maria Maggiore, das rechts vor der Kirche neben der Colleoni Kapelle steht, befand sich einst im Hauptschiff der Kathedrale. Es wurde 1340 von Giovanni da Campione geschaffen. Im 17. Jh. wurde es zerlegt und erst 1889 an seinem jetzigen Platz auf einen Betonsockel wieder aufgebaut. Das Baptisterium ist ein kleines achteckiges Gebäude, das mit roten Säulen aus Veroneser Marmor umgeben ist. Im Inneren befinden sich neben dem achteckigen Taufbecken die Statuen von San Giovanni Battista und Giovanni da Campione, die Wände sind mit Geschichten aus dem Leben von Jesus Christus dekoriert.

 
   

Das Herz der Altstadt von Bergamo ist die Piazza Vecchia. Hier befinden sich der Palazzo della Ragione (Justizpalast, heute auch Sitz der Comune), dem Palazzo des venezianischen Stadtvogts. In der Mitte oberhalb des Balkons ist der venezianische Löwe zu sehen.

   

Von der Piazza delle Scarpe, wo einst die Schuhmachergilde ihren Sitz hatte, geht es mit der Standseilbahn hinunter ins "neue" moderne Bergamo.
Übrigens wurde hier das berühmte Stratiatella-Eis erfunden.

   

In Sulzano bestiegen wir ein Boot für eine Panoramatour auf dem Lago d´ Iseo.

 

 

Mitten im See befindet sich die Insel Monte Isola. Sie ist die größte in einem südeuropäischen Binnengewässer und ragt 400 m aus dem See. Auf der Bergspitze liegt die Kirche Santuario della Madonna della Ceriola.

 

 

Den Abschluss unserer Lombardei-Reise bildet der Besuch einer Weinkellerei in Provaglio d´Iseo, mit  einer Wein- und Sektverkostung.