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Reisebericht:  GRIECHENLAND

 

Anreise:
Abreise:
Wohnort:

am 8.10.2019 von Wien nach Thessaloniki mit AUA
am 14.10.2019 von Athen nach Wien mit AUA
*****Thessaloniki, ****Kalambaka-Trikala, ****Itea-Fokidos, ****Vrachati, ****Athen

FOTOS: Gertrude Musil


Thessaloniki 
Der Name des wichtigsten Flughafens des griechischen Nordens lautet Makedonia Airport, benannt nach der Region Makedonien in Nord-Griechenland. Er wird auch als Militärflugplatz genutzt. Während des Zweiten Weltkrieges operierten von hier gelegentlich auch deutsche Seenotflieger. Der Flughafen besitzt zwei Asphaltpisten (10/28 und 16/34) auf einer Höhe von 7 Meter über MSL. Im Bild Approche Piste 34.
    
Nördlich der Stadt befindet sich auf einer Anhöhe die Burg "Kástro", ein Heptapyrgion, eine Festung mit 7 Türmen aus der byzantinischen und osmanischen Zeit. Die Festung war Sitz der Garnison des Osmanischen Reichs bis zum Ende des 19.Jh.
   
Von hier oben eröffnet sich ein herrlicher 180° Blick über die Stadt bis zum Hafen.
   
Die Kirche Hagios Demetrios oder einfach Demetriosbasilika hat eine interessante Geschichte. Die erste kleine Kirche wurde im frühen 4.Jh. an der Stelle eines römischen Badekomplexes errichtet. Ein Jahrhundert später folgte eine dreischiffige Basilika, die mehrfach durch Feuer und Erdbeben beschädigt wurde. 629 bis 634 erfolgte der Wiederaufbau als fünfschiffige Basilika. Von 1493 bis 1912 war sie eine osmanische Moschee. Nach dem großen Stadtbrand 1917 wurde sie unter Einbeziehung der noch vorhandenen Substanz bis 1949 wieder aufgebaut.
   
Im Hafen von Thessaloniki steht eine bronzene Reiterstatue von Alexander dem Großen. Acht makedonische Sarissen (Speere) mit Schildern (im Bild nur drei) umsäumen dieses. Seine Halbschwester Salonike gab der Stadt ihren Namen.
   
In unmittelbarer Nähe befindet sich der "Weiße Turm". Seit seiner Errichtung diente er als Befestigungsanlage, Garnison, Gefängnis und Museum. In seiner heutigen Form ist der Turm osmanischen Ursprungs. Nach der osmanischen Eroberung von Thessaloniki im Jahr 1430 durch Sultan Murad II. wurde der Turm errichtet. Suleyman der Prächtige ließ am westlichen und östlichen Ende der Seemauer von Thessaloniki zwei Türme errichten. Der östliche Turm ist der Weiße Turm, der westliche existiert nicht mehr.
   
Vergina 
Hier befindet sich ein Grabhügel mit einem Durchmesser von 110 m und einer Höhe von 12 m. Vier Gräber liegen unter diesem Tumulus. Drei sind reich bemalt und mit vielen Grabbeigaben versehen, das vierte wurde stark zerstört und beraubt. Das größte Grab des großen Tumulus ist das sogenannte Philipp-Grab. Es ist jenes von Philipp II., Vater von Alexander dem Großen.
   
"Hades entführt Persephone" ein relativ gut erhaltenes Fresko im Tumulus.
   
Meteora
Alleine die Felsformationen der Sandsteinfelsen sind schon faszinierend. Erst recht die dort errichteten Klöster. Im Bild das Männerkloster Varlaam. Im Jahr 1350 stieg ein wagemutiger Asket namens Varlaam auf den Felsen und baute dort allein ein Kloster. Nach seinem Tod blieb der Felsen für etwa 200 Jahre verlassen, bis in den Jahren 1517/1518 die beiden Kirchenväter Theophanes und Nektarios Apsarades den Felsen erreichten und weitermachten. Die beiden Priester-Mönche waren zwei reiche Brüder vom griechischen Festland.
Einmal im Jahr, am 23. April oder am 2. Ostertag erklettern Jugendliche zu Ehren des Hl. Georgos eine Höhle inmitten einer der Felswände und befestigen darin bunte Kopftücher ihrer Angebeteten.
   

 
Der Name Meteora leitet sich von "meteorizo" ab, was "in die Höhe heben" bedeutet. Dieser Name beschreibt die Lage der Klöster, die bei dunstiger Luft manchmal zu schweben scheinen. Die gesamte Anlage bestand einst aus 24 Klöstern und Eremitagen, von denen heute nur mehr 3 Frauen- und 3 Männerklöster bewohnt sind. Im Bild das Frauenkloster Roussanou, eines der spektakulärsten.
   
Das 1312 gegründete Kloster Agios Stephanos ist heute ebenfalls ein Frauenkloster. Die Besiedelung des Felsens ist wohl älter, da man eine Inschrift fand, die auf eine Einsiedelei aus dem Jahr 1192 schließen lässt. Das Kloster trägt den Beinamen "das Königliche", was auf den Besuch des byzantinischen Kaisers Andronikos III. im Jahr 1333 zurückgeht. Außerdem ist es nahezu  ohne Stufen zu erreichen.

 

 
Itea
Ein Glas Wein in einer Taverne am Hafen von Itea bei Sonnenuntergang.
 
   

Delphi 
Bei den Ausgrabungsstätten ist auch ein archäologisches Museum angeschlossen, in welchem Grabungsfunde ausgestellt sind. Im Bild eine der besterhaltenen originalen Bronzestatuen der griechischen Antike ist der "Wagenlenker von Delphi", eine 1,80 m große Statue, die 1896 im Apollonheiligtum nahe dem Apollontempel gefunden wurde.

 

 
Im "Schatzhaus der Athener" wurden Weihgeschenke der Stadt Athen aufbewahrt. Es lag an der Heiligen Straße, die zum Tempel des Apollon mit dem Orakel von Delphi führte. 
   
Rio - Andirrio
Die Rio-Andirrio-Brücke oder offiziell Charilaos-Trikoupis-Brücke über den Golf von Korinth verbindet das griechische Festland (Andirrio) mit dem Peloponnes (Rio). Die Schrägseilbrücke wurde 2004 eröffnet, hat eine Gesamtlänge von 2883 m und steht auf 4 Pylonen. Die Wassertiefe ist hier 65 m ! Die Überfahrt mit unserem Reisebus kostete € 66,-, mit der Fähre hätte es nur € 16,- gekostet.
   

Unmittelbar nach der Brücke befindet sich die Festung Rio. Die unter Bayezid II. 1499 errichtete Festung wurde 1687 von Francesco Morosini eingenommen und erhielt durch neue Bastionen und Verstärkung der Wälle ihre heutige Form. Nach der griechischen Revolution diente die Festung als Militärgefängnis, auch während der deutschen Besatzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg.
   

Mykene 
Hier, im Machtzentrum des Agamemnons, wurden unter anderem Ruinen der mykenischen Oberstadt ausgegraben. Im Bild das "Löwentor". Es wurde benannt nach den zwei Löwen, die auf einem Relief über dem Toreingang dargestellt sind und bildete den Hauptzugang zur Burg. Vermutlich wurde das Tor um 1250 v.Chr. gebaut.
   

Auch hier ist neben der Ausgrabungsstätte ein archäologisches Museum angeschlossen, in dem hauptsächlich Grabbeigaben ausgestellt sind. Hier ist auch jene bekannte Totenmaske ausgestellt, die Heinrich Schliemann willkürlich "Totenmaske des Agamemnons" nannte. Die hier ausgestellte ist eine Kopie, das Original liegt in Athen.
   
Dieses perfekt erhaltene Hügelgrab nannte Schliemann "Grab des Agamemnon". Aus Datierungsgründen kann das aber nicht sein, eher stimmt die Bezeichnung: "Schatzhaus des Atreus".
   
Nafplion
Die Festung Palmaidi thront über der Stadt Nafplion. Sie wurde von den Venezianern von 1711 bis 1714 auf der 216 m hohen Anhöhe östlich der Altstadt erbaut und nach dem antiken Sagenhelden Palmedes benannt.

Überall in der Stadt Venezianische Spuren aus der Venezianischen Zeit, die von 1668 bis 1715 dauerte. 1715 wurde die Festung und die Stadt von den Türken überrannt.

 

 

Die Bourtzi-Festung liegt auf einer kleinen Insel vor der Hafeneinfahrt und nimmt fast die gesamte Fläche der Insel in Anspruch. Sie wird im Volksmund auch "Henkersinsel" genannt, da sie ehemals Wohnstätte des Henkers und Gefängnis der Delinquenten war.

 

 

In der Nähe von Nafplion besuchen wir einen ortsansässigen Müller. Er ist seit Jahren mit einer Vorarlbergerin verheiratet und versorgt die Umgebung mit Mahlprodukten. Das kurioseste ist aber sein für die Auslieferung umgebauter Bus, der innen keine Sitze mehr hat - ein russisches Fabrikat, BJ. 1950, voll funktionstüchtig und täglich im Einsatz.

 

 
Epidauros 
ist die bedeutendste antike Kultstätte für den Gott Asklepios (Gott der Heilkunst) und dessen Vater Apollon. Wir besuchen das größte und am besten erhaltene Bauwerk in Epidauros, das in einen Hang gebaute Theater. Es stammt aus dem 4. Jh.v.Chr. Das Theater verfügt über eine exzellente Akustik, sodass man auch von den obersten Reihen jedes Wort verstehen kann. Das haben wir natürlich ausgiebig getestet.
   
Korinth
Der Kanal von Korinth trennt die Halbinsel Peloponnes vom griechischen Festland. Er verkürzt den Seeweg um 325 km. Der Kanal wurde in den Jahren 1881 bis 1883 gebaut. Es wurden an der schmalsten Stelle (6.343 m) unter Aufsicht von zwei ungarischen Ingenieuren durchgegraben. Das Kanalbett ist im Niveau des Wasserpegels etwa 24,6 m breit, verengt sich jedoch bis zum Grund auf 21,0 m. Man erreichte eine Wassertiefe von etwa 8 m. Den Kanal kreuzen 5 Brücken.
   
Athen
Die Akropolis (Oberstadt) aufgenommen von 8. Stock unserer Hotelterrasse. Den ältesten Teil der Stadt Athen ließ Perikles nach der Zerstörung durch die Perser neu bebauen. Auf einem flachen, 156 m hohen Felsen stehen die zwischen 467 und 406 v.Chr. erbauten Propyläen, das Erechteion, der Niketempel und der Parthenon, in dem eine kolossale Statue der Athene aus Gold und Elfenbein stand.
   
Die Propyläen (Vorhalle) bilden den monumentalen und repräsentativen Torbau zum heiligen Bezirk der Athener Akropolis. Sie wurden zwischen 437 und 432 v.Chr. errichtet. Spätestens mit Beginn des Peloponnesischen Krieges wurden die Arbeiten an dem noch unfertigen Bau eingestellt und nicht wieder aufgenommen.

 

 
Das Erichtheon ist ein Tempel im ionischen Baustil, der etwa zwischen 420 und 406 v.Chr. erbaut wurde. Die Konzeption geht vielleicht auf Perikles zurück, der aber zu Baubeginn bereits verstorben war. Bekannt ist dieser Tempel durch eine Vorhalle, die anstelle von Säulen von sechs überlebensgroßen Mädchenfiguren, den Karyatiden getragen wird. Wen die Mädchenfiguren darstellen ist nicht gesichert.

 

 
Der Niketempel ist der Siegesgöttin geweiht und ersetzt einen während der persischen Besatzung der Akropolis 480 v.Chr. zerstörten Vorgängerbau. 448 v.Chr. erging der Auftrag zum Neubau des Tempels. Die Bauarbeiten scheinen aber erst während des Niklasfriedens 421 v.Chr. aufgenommen worden zu sein. Etwa 410 v.Chr. war der Bau vollendet.

 

 
Der Parthenon (Jungfrauengemach) ist der Tempel der Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos. Er wurde zum Dank für die Rettung der Athener und Griechen durch die Göttin nach dem letzten Perserkrieg als dorischer Tempel erbaut. Athene, Ehrentitel ist Pallas Athene, ist die Göttin der Weisheit, der Strategie und des Kampfes, der Kunst, des Handwerks und der Handarbeit. Das Gebäude beherrscht als zentralen Bau seit fast 2.500 Jahren die Athener Akropolis.

 

 
Das Dionysostheater liegt am Südhang der Athener Akropolis. Seinen Namen erhielt es nach Dionysos, dem Gott des Weins und der Extase sowie des Wahnsinns. Der steinerne Bau, den man heute sehen kann, wurde in der Zeit um 330 v.Chr. errichtet. Die hölzernen Sitze wurden durch steinerne ersetzt. Hinzu kam ein steinernes Bühnengebäude und die Orchestra wurde in Marmor gefasst. Im Hintergrund das Akropolismuseum, welches ausschließlich Fundstücke der Akropolis beherbergt.
   
Das Odeon des Herodes Atticus ist ein antikes Theater am Fuß des Akropolis-Felsens. Herodes Atticus schenkte das Theater 161 n.Chr. seiner Heimatstadt. Es fasst 5.000 Zuschauer und wird seit 1930 wieder regelmäßig für Veranstaltungen genutzt und ist Hauptschauplatz des Athener Festivals.
   
Verlässt man die Akropolis kommt man durch einen der ältesten Stadtteile Athens, der Plaka, und erreicht den Monastirakiplatz. Monastiraki bedeutet "kleines Kloster". Die Monastiraki Kirche ist das einziges Überbleibsel eines Klosters, welches sich hier einst befand.

 

 

Gegenüber der Monastiraki Kirche befindet sich die im 18. Jh. gebaute Tzistarakis Moschee. Sie bereicherte die lokale Wirtschaft, wovon der heutige Markt bis heute profitiert.

 

 

Das Panathinaiko-Stadion ist das Olympiastadion der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahre 1896. Es wurde als Rekonstruktion auf den Fundamenten des antiken Stadions gebaut und befindet sich am Rande des Athener Stadtzentrums. Heute wird das Stadion nur noch selten genutzt. Aktuelle Bestimmungen fordern bei Nutzung eine starke Einschränkung der Eintrittskarten, was eine Nutzung aus Sicht der Veranstalter unwirtschaftlich macht.

 

 

Der "Dromeas", "The Runner", ist eine Skulptur aus gestapelten Glasplatten, die einen Marathonläufer darstellt. Der Läufer vermittelt Schnelligkeit durch Unschärfe. 1994 sollte die Skulptur auf dem Omonia-Platz aufgestellt werden, man hatte aber Bedenken wegen der Erschütterungen der darunter fahrenden U-Bahn. Daher wurde der jetzige Platz vor dem Hotel Hilton gewählt.

 

 
Am Syntagma-Platz befindet sich das Parlament im ehemaligen alten königlichen Schloss. Davor das Grabmal des unbekannten Soldaten. Vor diesen wiederum findet zu jeder vollen Stunde die Wachablösung der königlichen Leibgarde, der Evzonen, statt. Eine sehenswerte Vorführung !

 

 
Kap Sounion 
ist ein Kap an der südlichsten Spitze Attikas. Auf dem Gipfel der an drei Seiten steil abfallenden Landspitze, 60 Meter über dem Meer, ist auf einer künstlichen Terrasse der berühmte Marmortempel des Gottes Poseidon aus dem 5. Jh.v.Chr. angelegt.
   

Hier an dieser Klippe soll sich der Legende nach König Ägeus von Athen ins Meer gestürzt haben, als er das Schiff seines Sohnes Theseus mit schwarzen Segeln aus Kreta zurückkehren sah. Die schwarzen Segel waren ein verabredetes Zeichen für den Tod Theseus´, der jedoch noch lebte und im Siegesrausch über den Minotaurus vergessen hatte, die schwarzen Segel gegen weiße auszutauschen.